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Alt 10.05.2007, 09:50
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Standard Unilever verzichtet auf superdünne Models

Unilever verzichtet auf superdünne Models

Mit Dove haben sie es vorgemacht, jetzt ziehen sie mit anderen Marken nach: Der Konsumgüterhersteller Unilever will in Zukunft alle dürren Models aus seinen Werbekampagnen verbannen. Ab sofort gilt für alle ein BMI von mindestens 18,5.

Amsterdam - Damit wolle man die weltweit wachsenden Bemühungen unterstützen, Essstörungen wie zum Beispiel Magersucht zu bekämpfen. "Unilever hat sich einer neuen, internationalen Richtlinie verpflichtet, dass für künftige Werbemaßnahmen keine Models oder Darsteller genommen werden, die entweder extrem dünn sind oder ungesunde Körpermaße propagieren", sagte Ralph Kugler, Chef des Kosmetikbereichs von Unilever. Man wollen zwar keine strikten Vorgaben für Models und Darsteller, aber den Marketingverantwortlichen und Werbeagenturen werde nahegelegt, Models mit einem Body Mass Index (BMI) von 18,5 bis 25 auszusuchen.
Die Weltgesundheitsorganisation spricht bei einem BMI, der als Gradmesser für gesundes Körpergewicht gilt, von unter 18,5 von Untergewicht. Ein BMI von unter 17,5 gilt als Kriterium für Magersucht, bei unter 15 spricht man von Verhungern.

Designer, Modelagenturen und die Medien waren in den letzten Monaten unter Druck geraten, weil sie immer häufiger extrem dürre Models gezeigt hatten. Kritiker halten das für mitverantwortlich für verstärkt auftretende Essstörungen bei jungen Mädchen. Vor allem die so genannten "Size zero" oder "skinny models" wurden heftig diskutiert, nachdem im letzten Jahr zwei lateinamerikanische Models an Magersucht gestorben waren. Bei den Modeschauen in Madrid waren vor kurzem erstmals Models mit einem BMI von unter 18 von den Modeschauen ausgeschlossen worden.

Unilever Chart zeigen gehört mit Marken wie Lipton Tea und Skippy Erdnussbutter hinter Nestlé Chart zeigen und Kraft zu den weltgrößten Lebensmittelkonzernen. Im vergangenen Jahr hat Unilever mehr als fünf Milliarden Euro für Werbung ausgegeben. Schon seit einigen Jahren verfolgt Unilever außerdem mit seiner Körperpflegemarke Dove eine alternative Marketingstrategie, dort werden "normale" Frauen gezeigt, unter anderem ältere, kleine und dicke Frauen. Die Kampagne gilt als äußerst erfolgreich.

Quelle : www.spiegel.de
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