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Alt 12.12.2006, 17:26
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Standard Spitzensport und Magersucht

Schneller, weiter, höher - das gilt bei allen sportlichen Wettkämpfen. Athleten und Trainer wissen: Mit weniger Fett um die Hüften ist Siegen leichter! Und dafür nehmen Sportler einiges auf sich. Nicht gesund ist dies, manchmal sogar tödlich. Manche Leistungs-Sportler hungern sich von Wettkampf zu Wettkampf. Was die magersüchtigen Sportler von anderen Patienten mit Essstörungen unterscheidet, ist die noch gezieltere "Professionalität" beim Hungern. Sportler kennen ihre Energiebilanz ganz genau und achten mathematisch exakt darauf, dauerhaft weniger zu essen als sie verbrauche
Am 5. August 2001 stirbt Bahne Rabe, 37 Jahre alt. 2,03 Meter groß und 98 Kilo schwer, kein Gramm Fett. Ein schöner Mann. Ein Ruderer. So erinnern sich viele Menschen an Bahne Rabe, den Schlagmann des Deutschland-Achters, der bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul die Goldmedaille gewann. Als er am 5. August des Jahres 2001, zwei Tage vor seinem 38. Geburtstag, in einem Kieler Krankenhaus starb, sah er aber anders aus. Er wog nur noch 60 Kilo. Sein geschwächter Körper konnte sich einer Lungenentzündung nicht mehr widersetzen und gab auf. Niemand hatte Rabe zur Umkehr bewegen können auf seinem unerbittlichen Weg in den Tod. Mit der Willenskraft eines Leistungssportlers zog er sein selbstzerstörerisches Vorhaben durch. Bahne Rabe starb, weil er aufgehört hatte zu essen.
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