Thema: Hilfe?
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Alt 08.03.2008, 09:45
Diana Diana ist offline
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Hey!

Also ersteinmal bin ich der Meinung das dein Gewicht traumhaft ist. Du kannst sehr zufrieden sein bei dieser Größe so wenig zu wiegen. Schade nur, dass du glaubst dein gesamter Selbstwert hängt von einem noch niedrigeren Gewicht ab. Ich glaube das ist ein Trugschluss. (nur zum Verständnis: ich bin 24 Jahre alt und litt 1 Jahr an Magersucht, damals war ich 14. Ich war dann ein halbes Jahr in stationärer Therapie, habe aber abgebrochen, was allem Anschein nach ein Fehler war, denn die Bulimie begleitete mich daraufhin weitere 6 Jahre.Seit 4 Jahren bin ich gesund. Kein Kotzen mehr, kein Hungern, keine Heißhungeranfälle. Aber der Weg war lang. Mit großen Gewichtsschwankungen, Ängsten und Zweifeln. Aber ich hab es geschafft, auch mit Hilfe einer Kinder- und Jugendpsychologin, die mich die ganzen Jahre von 14- 21 ambulant begleitet hat. Jetzt liebe ich das Leben und habe auch gelernt mich zu schätzen. Ich fühl mich wohl in meiner Haut.)
Ich kann dich auf der einen Seite (aus damaliger Sicht) gut verstehen, auf der anderen Seite macht es mich traurig deine Geschichte zu lesen. Du bist noch so jung, dein Körper ist noch im Wachstum und ich glaube das all deine Freunde und deine Familie dich so schätzen wie du bist. Die ständige Unzufriedenheit mit dir selbst und die jagt nach einem niedrigeren Gewicht nimmt dir die Kraft für wichtigere Dinge und den Blick für die vielleicht schönsten Jahre deines Lebens, nämlich deine Jugend. Das ist unheimlich schade. Mein Tipp: Da du die ganze Situation noch relativ gut überblicken kannst, schon Erfahrungen mit Bulimie hast, den zunehmenden Druck in dir aber spürst und auch ernst nimmst, würde ich dir empfehlen eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen, wenn möglich eine die sich auch mit Essstörungen auskennt. Z. B. von der Diakonie oder Stadtmission aus. Aber in deiner Stadt wird es sicher noch mehr Angebote geben. Gemeinsam mit dem Berater/ Beraterin kannst du herausfinden ob es notwendig ist sich in die Behandlung bei einer Kinder- und Jugendpsychologin zu begegeben und zwar in erster Linie um dein Selbstwertgefühl auf zubauen. Den Blick von Gewicht und Essen weg zu lenken und zu schauen, wo kommt das überhaupt her und wie du und deine Mutter den Einstieg in eine mögliche Magersucht verhindern können. So brauchst du auch nich in ne Klinik, bleibst in deinem gewohnten Umfeld und kannst in regelmäßigen Gesprächen immer wieder Kraft für den Alltag sammeln.
Hoffe diese Zeilen können dir ein bißchen weiterhelfen, Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute.
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