Ich wohne in Hamburg und seit September in einer 2er-WG.
Im Juli möchte ich in diese Klinik gehen:
Karlsruher-Sanatorium-AG - Rehabilitationskliniken
Meine Mutter hat einen Bericht einer Erkrankten gelesen, die in der Partner-Klinik war und total begeistert ist bzw sogar sagt, sie sei auf einmal völlig geheilt gewesen.
Auf dieser kannst du mal nachlesen..
Essstörung, Bulimie, Anorexie (Magersucht), Binge Eating, Essproblem, Selbsthilfe
Ansonsten habe ich bisher nichts von einem Klinikaufenthalt gehalten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es förderlich ist, mit noch mehr gestörten Mädchen zusammengesteckt zu werden. Da steigert man sich nur noch mehr rein und vergleicht sich auch noch mit den absoluten Härtefällen..
Für mich war es wichtig, festzustellen, dass ich mit meinem Verhalten nur MIR schade. Die Heilung tue ich also für mich und für niemand anderes.
Ich sehe mich nicht mehr als Opfer. Das bringt nichts. Ich bin selbst für alles verantwortlich und habe es in der Hand, wie ich mit meiner schwierigen Familiensituation umgehe. Und ich habe mich jetzt zur Genesung entschlossen.
Immerhin zwei Wochen durchgehend habe ich es mit de Ernährung geschafft. Dann kam wieder ein Rückfall, aber die Abstände bzw "schlechten Zeiten" werden immer weniger.. das macht mir doch große Hoffnung.
Ich hatte wirklich schon allen Mut verloren, weil, egal was ich tat, alles ging wieder schief und endete im Essanfall.. Ich konnte einfach nicht mehr.. Aber langsam sehe ich Licht am Horizont.
Das wünsche ich dir auch so sehr..
Es ist schwer, deine Situation einzuschätzen, da ich natürlich wenig darüber weiß.
Es ist halt immer die Frage, warum wird die eine magersüchtig, wenn ihre Eltern ihr nie sagen konnten, dass sie sie lieben und die andere wieder nicht..
Respektiere deine Eltern so wie sie sind, denn du kannst sie nicht verändern, egal was du tust.
Und noch eins: Hol dir Hilfe!
Ich habe so lange gedacht, dass ich das alleine schaffe, dass ich nur den richtigen Gedanken und genügend Disziplin bräuchte. Aber das traf leider nie ein. Ich musste mir eingestehen, dass ich wirklich schon in einer Sucht bin, die ich alleine nicht besiegen kann.
Ich habe einige meiner Freunde darüber aufgekärt, damit sie mir nicht ständig was zu essen anbieten. Meine Eltern und viele meiner Familie wissen bescheid. Das war sehr wichtig, um mir Rückhalt und Verstärkung zu holen.
Keiner kann dir helfen, wenn du es nicht selbst willst. Wenn du alles ablehnst, das dich von der Krankheit befreien könnte, wirst du noch 10 weitere Jahre damit zu kämpfen haben.
Bei mir sind es erst drei Jahre. Die haben mir jetzt aber auch gereicht. Die Krankheit hat mir drei meiner kostbarsten Lebensjahre in der Jugend genommen. Ich hatte Zeiten, da bin ich nicht mehr rausgegangen, weil ich lieber für mich war und mich der Sucht hingegeben habe.
NIE WIEDER! Jetzt versuche ich, sooft wie möglich rauszugehen, mich mit Freunden zu treffen, viel mit ihnen zu reden und mich zu bewegen.
Ich finde es schön, hier mal ein wenig schreiben zu können..
Lass uns bitte in Kontakt bleiben!
Alles Liebe