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Alt 04.05.2008, 09:19
LittleLissi LittleLissi ist offline
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Registriert seit: 03.05.2008
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was gegen eine klinik spricht? gegen eine klinik spricht, dass ich nicht bereit bin. und dann würde ein klinikaufenthalt nichts bringen.
die "vernünftige" seite des kopfes sagt mir, dass ich mir endlich wieder hilfe suchen muss. 10 jahre ist eine lange zeit. man verliert sein altes leben und hat überhaupt keine lebensqualität mehr.
die dunkle seite meines kopfes sagt mir, dass sie das nicht möchte. sie hat angst vor dem was kommt. vor dem leben das ich davor hatte. essen ohne angst zu haben.
sie glaubt nicht, dass es für einen magersüchtigen menschen jemals wieder möglich ist ein normales verhältnis zum essen zu bekommen.

weißt du, ich glaube, dass manche ihre essstörung in der hinsicht bekämpfen, dass sie gestärkt werden und ein einigermaßen normales verhältnis zum essen aufbauen.
aaaaaaber, es wird immer wieder kommen!!!!!!
in einer schwierigen situation, wenn es tiefpunkte gibt.

ich denke, dass ich persönlich nie wieder ein normales verhältnis haben kann. ich kann nicht ohne mir gedanken zu machen essen. das kenne ich nur, wenn ich mich an meine kindheit erinnere. bis ich 10/11 war ging das. ab da hat es angefangen.

ich habe in den jahren nie freude beim essen gehabt.

ich habe "gute phasen" und "schlechte phasen".
gute phase: du isst mehr als nur NIX oder 600 kalorien am tag- ich sag mal bis 1000 kalorien. z. b. salat, suppe, pizzarand, joghurt, wenn ich mir mühe gebe ca. wasser 1 l
angst vor dem essen ist da, gedanken über kalorien bei vor und während einer mahlzeit, wiegen, häufiges im spiegel anschauen, bewegungsdrang.
diese phase dauert wenn es gut läuft 1-2 monate und die habe ich ein bis zweimal im jahr

schlechte phase: entweder esse ich an manchen tagen gar nichts oder zumindest bis 500/600 kalorien am tag. wenn ich etwas esse nur z.b. salat, joghurt, apfel, babybrei.
wasser nehme ich wenn ich mich anstrenge 0,5 l zu mir. es kann sein, dass ich auch mal 1 oder 1,5 tage nichts trinke. ich habe wahnsinnige panik vor dem völlegefühl. ob durch nahrung oder wasser.
die angst vor dem essen ist so unbeschreiblich groß. schuldgefüle selbst nur bei einem apfel, ich denke immer über kalorien oder essen nach, schaue mich sehr häufig im spiegel an um zu sehen wie sich meine knochen zeigen. bewegungsdrang ist sehr sehr hoch. wiegen- immer.
diese phase geht das ganze jahr über mit außnahme der guten phase. sagen wir... 6 monate

jeder normale mensch würde jetzt sagen " wieso nennst du die eine phase die GUTE PHASE??? sie ist genauso wenig gut wie die andere. "
ich kann es so einigermaßen unterteilen, denn ich habe halt ein bis zweimal im jahr eine gute phase in der ich etwas mehr esse. wie oben beschrieben. z.b. esse ich einen salat. und dazu esse ich etwas pizzarand. das gibt mir das gefühl, dass ich was gut gemacht habe. einfach etwas pizzarand zu einem salat auf dem ich bissl rum kauen kann.

ich fühle mich im moment nicht bereit, da ich angst habe vor dem was kommt. ich weiß ich werde es schaffen eine therapie zu machen und diese nicht abzubrechen.

weder meine eltern noch mein freund noch wer anderes kann etwas tun. es liegt allein in meiner hand ob ich in therapie gehe oder nicht. sie reden natürlich immer mal darüber, dass ich hilfe holen soll.
aber es bringt nichts in eine klinik zu gehen, wenn ich nachher da raus gehe und nichts davon angenommen habe, weil ich einfach nicht bereit dafür bin.
verstehst was ich sagen möchte?

wie sieht das mit deiner therapie aus? ambulant heißt ja, dass du dort nicht schläfst.

hoffe ich höre heute wieder von dir...

lg
lisa
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