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Alt 04.05.2008, 18:55
leoleale leoleale ist offline
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Registriert seit: 21.04.2008
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Ich werde bei meiner Tante in der Zeit wohnen und vielleicht sogar ein wenig den Sommer dadurch genießen können.
Lange habe ich nicht an eine Klinik geglaubt, die mir helfen könnte.. Auch bei dieser bin ich mir nicht sicher. Aber ich WILL etwas TUN. Ich kann nicht mehr. Noch ein Jahr länger und ich gehe zugrunde!!!
Ich will LEBEN, ich will SPAß haben, ich will meine alte FREUDE am Leben, die ich mit 14 Jahren noch hatte.
Bei mir fing es erst mit ca. 16 Jahren an. Vorher hatte ich mal eine Diät begonnen und meine Ernährung umgestellt, obwohl ich nie dick war und vorher NIE Probleme mit dem Essen hatte.
Ich habe sehr stark mit der Krankheit auseinandergesetzt. Vor allem wichtig war es, die Auslöser zu entdecken: WANN fange ich an, zu essen. WARUM habe ich Angst vor dem Essen? WARUM habe ich Schuldgefühle. All das habe ich schon herausgefunden.

Was ich bei dir höre, ist immer nur "Ich habe Angst", "Ich fühle mich schlecht, schuldig"..
Nachdem ich so stark abgenommen hatte, war jeder Gang über die Treppe Horror für mich. Meiner Mutter sagte ich dann immer, ich fühle mich so schwer. Dass ich zu diesem Zeitpunkt total magersüchtig war, sah ich im Spiegel nicht. Da sah ich nur die Fettpolster an meinem Bauch..
Das spielt dir dein Kopf vor! Da ist nichts!!!
Du schiebst deine Passivität auf die "Angst", aber du könntest eigentlich jeder Zeit mit einer Therapie anfangen. Mach es doch einfach!! Warum willst du noch länger warten?? "weil du meinst, dass du in diesem Zustand keine Therapie annehmen würdest.." Na und?? Besser als gar nichts zu tun!
Du musst ja nicht in eine Klinik. Wie wärs denn, wenn du dich mal an eine Selbshilfegruppe oder eine Beraterin wendest? Du wirst feststellen, dass du nicht die einzige bist, der es so geht.
Ich habe vor kurzem ein Mädchen kennengelernt, die magersüchtig war/ist. Ich konnte es nicht glaube, aber wir haben wir Zwillinge gedacht. Es war so wunderbar, mich mit einem Menschen auszutauschen, die genauso dachte wie ich und die genau dieselben Erfahrungen in Bezug auf Essen und mit anderen Menschen gemacht hat. Klar wusste ich auch vorher, dass es genug Mädchen gibt, die auch essgestört sind, aber das jemand wirklich genau wie ich denkt, dass hätte ich mir nie erträumen lassen.

Tu etwas! Komm aus deinem Alltagstrott raus und nimm endlich dein Leben in die Hand!
Es tut mir leid, wenn ich so barsch spreche, ich will dich nicht angreifen. Aber ich möchte dir mit Nachdruck die Augen öffnen und werde es nicht mitansehen, dass du es noch länger vor dir herschiebst.
Du scheinst zu glauben, dass du halt noch ne Weile so weiter leben kannst. Aber wie lange willst du denn warten? Warum sollte sich deine Einstellung zu einer Therapie plötzlich ändern? Wieso solltest du PLÖTZLICH "bereit" sein?? Entweder jetzt oder gar nicht. Es ist DEIN Leben und du machst es nicht nur dir zu Hölle, sondern auch allen Menschen, die dich täglich sehen müssen. Glaub doch nicht, dass es an ihnen vorbei gehen würde. Die leiden auch mit dir und würden so gern etwas für dich tun, können aber nicht, was sie irgendwann zur Verzweiflung bringt..

Ganz liebe Grüße
Lionel
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