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Alt 21.01.2007, 14:20
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Standard Internet kann Eßstörungen fördern

Internet kann Eßstörungen fördern



Forscher der School of Medicine der Stanford University haben den Einfluß des Internets auf Eßstörungen von Kindern und Jugendlichen untersucht. Wie Pressetext Deutschland berichtet, wurde festgestellt, daß zahlreiche Webseiten das Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit einer Eßstörung gefährlich beeinflussen. Daher sei es unbedingt notwendig, daß Eltern die Internetnutzung ihrer gefährdeten oder erkrankten Kinder überwachen und mit ihnen über die Inhalte sprechen sollen. "Wenn Eltern ihr Kind nicht ausgehen oder sie nicht mit jemanden telefonieren lassen, den sie nicht kennen, sollten sie sich fragen, was ihr Kind im Internet macht", erklärt Rebecka Peebles von der School of Medicine der Stanford University. Damit verweist Peebles darauf, daß Kinder und Jugendliche wenig zwischen echten Freunden und Leuten aus dem Internet unterscheiden und deshalb hier eine mögliche Beeinflussungsgefahr besteht.

Etwa die Hälfte der 76 untersuchten Patienten gab laut Pressetext an, daß sie Webseiten mit dem Thema Eßstörungen besucht hat. 96 Prozent aller Patienten haben Webseiten besucht, die Eßstörungen fördern oder neue Diäten und Entschlackungstechniken anbieten. Patienten, die derartige Seiten besucht haben, litten auch dementsprechend länger an der Krankheit. Auch Webseiten gegen Eßstörungen sind laut Pressetext nicht harmlos. So gaben etwa 50 Prozent der Patienten, die solche Seiten besucht haben, an, sich dort über neue Methoden für den Gewichtsverlust informiert zu haben. Auch Barbara Reiterer, Schulärztin und Psychotherapeutin in Oberösterreich, sieht einen Zusammenhang zwischen Eßstörungen und dem Internet. Allerdings sei das Internet ein Fluchtweg, der bestehende Konditionen verstärkt. "Es ist ein Teufelskreis", erklärt Reiterer im Gespräch mit Pressetext. Die Kinder würden entweder zu viele oder zu wenige Grenzen von ihren Eltern erhalten. In der Pubertät ziehen sich die Jugendlichen noch stärker zurück und suchen nach neuen Wegen, sich auszudrücken. "Eßstörungen können also Hilfeschreie, Protest oder Frustrationsabwehr sein", erläutert Reiterer.

Quelle : www.diabetes-journal.de/
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