Immer mehr gestandene Frauen leiden unter Magersucht und Bulimie
Ernste
Essstörungen wie
Magersucht und
Bulimie sind längst nicht mehr nur Bedrohungen für Teenager und junge Leute. Ärzte beobachten einen Trend, der zunehmend auch "gestandene" Frauen zum unkontrollierten
Hungern oder dem Wechsel von unmäßigem
Essen und
Erbrechen (Bulimie) treibt. "Die Konkurrenz zwischen Mutter und Tochter ist ein gewaltiges Thema", sagt der Vorstandsvorsitzende des Bundesfachverbandes für
Essstörungen, Diplom-Psychologe Andreas Schnebel, in der "Apotheken Umschau". Die Rollenanforderung, Mutter, Partnerin und Karrierefrau zu sein und gleichzeitig modern und im
Trend zu bleiben, treibe viele Frauen in Hyperaktivität und Erschöpfung, fügt Prof. Dr. Matthias Lemke hinzu, Chefarzt und ärztlicher Direktor der Rheinischen
Kliniken in Bonn. "Daraus können sich massive
Essstörungen entwickeln." Manche Mütter fühlen sich als Frau infrage gestellt, wenn sie die Jungmädchenfigur der Tochter beobachten. Dann steigt laut Schnebel die Gefahr, dass sie dieser hinterherhungern. Experten gehen von etwa 100.000
Magersüchtigen und 600.000
Bulimikern in Deutschland aus. (ots)
Quelle :
www.womenweb.de