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Alt 09.05.2007, 01:49   #1 (Permalink)
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Standard 6,8 Millionen US-Bürger haben einen BMI über 40

6,8 Millionen US-Bürger haben einen BMI über 40
Zahl der Amerikaner mit morbider Adipositas ist rasant gestiegen / Immer mehr Magenverkleinerungen


WASHINGTON (cp). Die US-Amerikaner werden immer dicker. Das hat eine Studie der RAND Corporation ergeben. Alarmierendes Teilergebnis: Am schnellsten ist der Anteil der Menschen gewachsen, deren Body-Mass-Index (BMI) 30 oder mehr beträgt.

Fast ein Viertel der US-Bürger (24,6 Prozent) fiel im Jahr 2005 in diese Kategorie. Im Jahr 2000 hatte ihr Anteil noch bei 20 Prozent gelegen. Drei Prozent der Amerikaner - 6,8 Millionen Menschen - waren in 2005 morbide adipös (mit einem BMI von 40 und mehr), verglichen mit 4,2 Millionen im Jahr 2000. Das entspricht einem Anstieg von 50 Prozent - eine Zahl, die der Autor der Studie, Roland Sturm, als "unglaublich" bezeichnet.

Sturm sieht in dem starken Zuwachs unter den extrem Übergewichtigen einen Beleg dafür, dass morbide Adipositas keine rare, von genetischer Disposition abhängige Erscheinung ist, sondern "integraler Bestandteil" des US-amerikanischen Übergewichtsproblems.

Selbst aggressive Maßnahmen, wie magenverkleinernde Operationen, deren Zahlen in den USA in die Höhe geschossen sind, hätten den Trend nicht spürbar beeinflusst, meinte Sturm.

Zwischen 1998 und 2003 wuchs die Zahl der operativen Magenverkleinerungen von 13 000 auf 100 000. Im vergangenen Jahr wurden schätzungsweise 200 000 dieser Operationen gemacht, so die Studie.

Da adipöse Menschen ein signifikant höheres Risiko für Hypertonie, Diabetes und andere chronische Krankheiten haben, ist der Anstieg der stark Übergewichtigen mehr als ein persönliches Problem.

Verglichen mit Normalgewichtigen beanspruchen Adipöse der Untersuchung zufolge 36 Prozent mehr medizinische Dienstleistungen und nehmen 77 Prozent mehr Arzneimittel. Für Menschen mit morbider Adipositas sind die Gesundheitskosten um 69 Prozent (Männer) oder 60 Prozent (Frauen) höher als für diejenigen mit Normalgewicht.

Falls sich die von Sturm beobachteten Trends bis ins Jahr 2020 fortsetzen, würden bis zu ein Fünftel der dann anfallenden Gesundheitskosten dazu verwendet, Folgen der Adipositas entgegenzuwirken, schätzt RAND. Das würde nicht nur private, sondern auch öffentliche Haushalte erheblich unter Druck setzen.

Der "Research Brief" zum Thema Übergewicht und Behinderung ("Obesity and Disability") kann kostenfrei unter www.rand.org/pubs/research_briefs eingesehen werden. Dort gibt es ebenfalls einen Verweis zum vollen Inhalt der Studie.

Quelle : www.aerztezeitung.de
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