200-Kilo Teenager - Letzte Hoffnung OP
Die 19-jährige Bethany Walton ist anders als andere Teenager. Sie leidet unter extremer
Fettleibigkeit und wiegt mittlerweile über 200
Kilogramm. Während ihre Mitschülerinnen tanzen gehen und sich mit Jungen verabreden, ist Bethany in ihrem
massigen Körper gefangen. Sie kann weder modische Kleidung tragen noch ins Kino gehen - und einen Freund hatte sie noch nie. Sowohl Bethany als auch ihre Mutter Julia, mit der sie zusammenwohnt, wissen, dass bald etwas geschehen muss - andernfalls droht Bethany unter der Last ihres
Körpers nicht nur
seelisch, sondern auch
physisch zu zerbrechen. Die deutsche Erstausstrahlung der BBC Exklusiv-Dokumentation von "
Der 200-Kilo Teenager - Letzte Hoffnung OP" zeigt den Kampf eines Teenagers, der sich sehnlichst wünscht, endlich so zu sein wie alle anderen... Bethanys letzte Chance ist eine
Magenverkleinerung - ein Eingriff, der bei ihrer
Körperfülle enorme Risiken birgt. Die Gefahr, bei dieser
Operation zu
sterben, ist rund zehnmal so hoch wie bei jedem anderen operativen Eingriff zur
Gewichtsreduktion. Trotzdem beschließt Bethany, dieses Risiko einzugehen. Die
gesundheitlichen Folgen jugendlicher
Fettleibigkeit sind vorprogrammiert und in Bethanys Fall dramatisch: Ständige Überlastung schädigt nicht nur
Gelenke, Wirbelsäule und Sehnen, das
Übergewicht belastet auch die
Organe. Schon im Teenageralter kann es zu
Herz-, Gefäß- und Lebererkrankungen kommen.
Diabetes mellitus Typ 2, früher auch "
Alterszucker" genannt, wird immer häufiger bei Jugendlichen diagnostiziert. Mit jedem
Pfund erhöht sich das
Herzinfarkt-Risiko, und mit dem
Body Mass Index steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an
Krebs zu erkranken. Zu den
körperlichen Folgen kommen die
psychischen Belastungen. Von klein auf ausgeschlossen und dem Spott der anderen ausgesetzt, versuchen extrem
übergewichtige Jugendliche wie Bethany ihre
Einsamkeit immer wieder mit
Essen zu kompensieren - und geraten so in eine Spirale, aus der es für viele kein Entrinnen mehr gibt. Doch Bethany hat beschlossen, den jahrelangen Teufelskreis von sozialer Ausgrenzung,
Frustessen und
Selbsthass endlich zu durchbrechen. Die
Magenverkleinerung bedeutet einen radikalen Einschnitt in ihre
Lebens- und Essgewohnheiten. Statt der 6000
Kalorien, die sie bisher täglich zu sich genommen hat, muss Bethany sich nach der Operation an Miniportionen gewöhnen: Mehr als 900
Kalorien kann der auf ein Drittel verkleinerte
Magen künftig nicht mehr aufnehmen.
Quelle :
www.vox.de