USA: Große Portionen in Restaurants verursachen Adipositas
Mittwoch, 28. Februar 2007
New York - Viele US-amerikanische Restaurants tragen direkt dazu bei, dass amerikanische
Patienten „dicker und ungesünder“ werden. Das werfen
Wissenschaftler des „Center for Science in the Public Interest“ (CSPI) der
Nahrungsmittelindustrie in den USA vor. Demnach würden in vielen US-Restaurants „
Monster-Portionen serviert“, die nicht selten den kompletten
Tagesbedarf eines
Patienten an
Kalorien und
Fett abdeckten, ohne dass der
Konsument darauf hingewiesen werde.
Der CSPI-Report sorgt innerhalb der amerikanischen
Gesundheitslobby für Gesprächsstoff. „Zahlreiche amerikanische Restaurantketten haben damit begonnen, ihre
Mahlzeiten mit großen Mengen von ungesunder Zutaten wie
Fett und
Zucker zu überlasen“, so CSPI-Sprecher Michael Jacobson. „Das fördert eine
ungesunde Esskultur und verleitet Konsumenten zu extremen
Ernährungsweisen.“ Als Beispiel wurde die Kette „Ruby Tuesday“ genannt. Einige
Mahlzeiten lieferten mehr als
2.000 Kalorien ohne den
Konsumenten darauf hinzuweisen“, so die
Wissenschaftler.
Das CSPI sieht einen direkten Zusammenhang zwischen der seit Jahren weiter steigenden zahl
übergewichtiger und
adipöser Patienten und den größer und
kalorienhaltiger werdenden
Restaurant-Mahlzeiten. Die Untersuchung konzentriert sich schwerpunktmäßig auf traditionelle
Restaurants im Unterschied zu
Fast-Food-Ketten. Bislang standen hauptsächlich die
Fast-Food-Anbieter im Kreuzfeuer der
Gesundheitslobby. © KT/aerzteblatt.de
Quelle :
www.aerzteblatt.de