Immer mehr Menschen davon betroffen...
Wer dicken Kindern grundsätzlich einen „ungesunden“ Lebenswandel unterstellt, der irrt, so die neuesten Erkenntnisse aus der Kieler Adipositas-Präventionsstudie KOPS (Kiel Obesity Prevention Study). 73 Prozent der übergewichtigen bis fettleibigen (adipösen) Kinder pflegten keineswegs einen Lebensstil, den Wissenschaftler als „ungesund“ bezeichnen würden. Prof. Dr. Manfred Müller, Institut für Humanernährung der Universität Kiel, präsentierte auf der 22. Jahrestagung der Deutschen Adipositas Gesellschaft in Köln die neuesten Ergebnisse der KOPS-Studie. Diese Langzeitstudie, an der rund 5.000 Kinder und Jugendliche teilnehmen, befasst sich insbesondere mit den Risikofaktoren des kindlichen und jugendlichen Übergewichts sowie mit Möglichkeiten, wie dieses künftig vermieden werden kann.
Um das Normalgewicht zu erreichen bzw. dann zu halten, empfiehlt Prof. Müller den Eltern als Erfolg versprechende Strategie, konsequent das Ritual fester Essenszeiten durchzuführen.
|