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Alt 14.03.2007, 23:44
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Standard Schlankheitsmittel im Vergleich: Update 2007

Schlankheitsmittel im Vergleich: Update 2007
Fünfzig Millionen Menschen in Deutschland sind übergewichtig und haben damit ein dickes Problem, das allein mit Schlankheitsmitteln nicht zu lösen ist, macht Diätexperte Sven-David Müller-Nothmann vom Zentrum für Ernährungskommunikation und Gesundheitspublizistik (ZEK) heute aus Anlass der Präsentation des Schlankheitsmittelvergleichs 2007 deutlich. Die meisten Schlankheitsmittel versprechen mehr, als sie halten können, fasst der Vorsitzende des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik die Auswertung zusammen. Nur selten sind Schlankheitsmittel oder Produkte, die der Verbraucher dafür hält, Arzneimittel, die ihre Wirkung durch Studien nachgewiesen haben. Als Antiadipositas-Substanzen allgemein anerkannt sind Orlistat und Sibutramin. Die daraus hergestellten Arzneimittel sind verschreibungspflichtig und weisen ein gewisses Nebenwirkungspotential auf, betont Müller-Nothmann. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Antiadipositas-Arzneimittel Xenical und Reduktil nicht. Außerdem sind diese Medikamente insbesondere im Rahmen eines ganzheitlichen Gewichtsreduktionsprogramms, das Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenskomponenten einschließt, effektiv. Adipöse Menschen müssen akzeptieren, dass es keine Möglichkeit gibt, allein durch Medikamente abzunehmen, zerstört Müller-Nothmann die Hoffnung vieler Betroffener. Jährlich geben Übergewichtige in Deutschland allein in Apotheken rund 150 Millionen Euro für die „medikamentöse“ Abmagerung aus. Damit setzen Übergewichtige immer seltener auf Schlankheitsmittel, denn vor fünf Jahren war der Umsatz dieser Produkte doppelt so hoch, informiert Sven-David Müller-Nothmann. Völlig ungeeignet sind entwässernde- oder abführende Mittel und Medikamente, da sich Körperfett weder durch den Urin, noch durch den Stuhlgang beseitigen lässt. Außerdem ist es gefährlich, ohne ärztliche Indikation Diuretika oder Laxantien einzunehmen, warnt Müller-Nothmann. Auch ist Vorsicht vor „chinesischen“ Kräutern und undefinierbaren Pflanzenextrakten, die vornehmlich im Internet angeboten werden, geboten. Die Werbung für „unseriöse“ Schlankheitsmittel verspricht eine hohe Gewichtsabnahme in kurzer Zeit. Den Verbrauchern ist nicht bekannt, dass es verboten ist, damit werben, wie viele Kilogramm in welchem Zeitraum verschwinden, erläutert Sven-David Müller-Nothmann. Unternehmen, die so werben, handeln illegal.

Die Deutsche Adipositas Gesellschaft hat sich in ihrer Adipositasleitlinie 2006 mit Schlankheitsmitteln und Antiadipositas-Arzneimitteln auseinandergesetzt. Insbesondere die Substanzen Orlistat und Sibutramin erfüllen die Anforderungen einer evidenzbasierten Adipositastherapie. Aber auch Produkte zum Mahlzeiten-Ersatz mit so genannten Formuladiäten erfüllen die Maßgaben der Experten. Damit sind Produkte wie Optifast, Modifast, 14a Vital und die Produkte zum modifizierten Fasten der ärztlichen Adipositasprogramme von Formmed, Precon, Bodymed, Eusana oder Insulean zur Körpergewichtsreduktion gut geeignet. Übergewichtigen Menschen kann dazu geraten werden, auf proteinmodifiziertes Fasten zu setzen, sofern es in ein ganzheitliches Gewichtsreduktionskonzept eingebunden ist, ärztlich überwacht wird und dauerhaft in eine Ernährungsumstellung mündet, macht Sven-David Müller-Nothmann deutlich. Solche Produkte sollten der Diätverordnung (§ 14a) entsprechen und den Hinweis „Zum Ersatz einer oder mehrerer Mahlzeiten“ oder „Mahlzeit für eine gewichtskontrollierende Ernährung“ tragen. Vorsicht ist geboten, wenn Produkte den Hinweis tragen, dass sie mit weiteren Zutaten (wie Honig, Sirup, Zucker, diversen Pflanzenölen oder Milch) zu versetzen sind. Seriöse Schlankheitsmittel machen grundsätzlich deutlich, dass sie im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts angewandt werden sollten. Wie die Deutsche Adipositas Gesellschaft lehnt auch das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik extrem einseitige Diäten wie Nulldiät, totales Fasten, „Heilfasten“, Schrothkur oder [B]Mayr-Kur[/b] wegen medizinischer Risiken und fehlender wissenschaftlicher Untermauerung sowie mangels Langzeiterfolge ab, macht Sven-David Müller-Nothmann deutlich. Kostenlose fachärztliche Beratung bei Gewichtsproblemen bietet die Qualimedic.com AG unter http://www.qualimedic.de an. Buch- und Linktipps:

1) Die Müller-Diät, Sven-David Müller-Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-504-7, 12,90 Euro.
2) Das Kalorien-Nährwert-Lexikon, Sven-David Müller-Nothmann, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-899-93509-8, 12,90 Euro

http://www.muellerdiaet.de und http://www.dkgd.de

Quelle : www.openbroadcast.de
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