Adipositas: Eingriffe mit bösen Folgen
New York.
Chirurgische Adipositas-Therapien wie ein
Magen-Bypass können zu schweren
Gesundheitsproblemen führen. Über einen
Vitamin-B1-Mangel kann es noch Monate nach dem Eingriff zur so genannten
Wernicke Enzephalopathie kommen, fanden Mediziner der Wake Forest Universität (US-Bundesstaat North Carolina) nach Auswertung der vorhandenen Fachliteratur heraus.
Gefährdet waren insbesondere
Patienten, die nach der Operation regelmäßig
erbrechen mussten. Meist ging die
Wernicke Enzephalopathie mit Erinnerungsverlust, Verwirrtheit, Bewegungs- oder Sehstörungen einher. Weitere
neurologische Symptome waren Muskelschwäche, Taubheit, und Gliederschmerzen. "Wenn Menschen nach einer
chirurgischen Adipositas-Therapie eines dieser
Symptome erleben, sollten sie sofort einen Arzt aufsuchen", rät Untersuchungsleiter Sonal Singh. Handelt es sich um eine
Wernicke Enzephalopathie, erhalten die
Patienten intravenös
Vitamin B1. Die
Heilungschancen sind nicht schlecht, wie die Zeitschrift "Neurology" berichtet. Bei 13 von 32 Betroffenen verschwanden die
Symptome vollständig.
Quelle :
www.wienerzeitung.at