Fettleibigkeit verschlechtert Prognose von Prostatakrebs
Washington. AP/baz.
Fettleibigkeit zum Zeitpunkt der
Diagnose von
Prostatakrebs verschlechtert die
Prognose des
Patienten deutlich. Menschen, die bei der
Diagnose der
Krankheit stark
übergewichtig sind, haben ein im Vergleich zu
Normalgewichtigen 2,6-fach erhöhtes Risiko, an dem
Tumor zu
sterben. Diese erhöhte Gefährdung ist unabhängig vom Stadium der
Erkrankung und der angewandten
Therapie, wie eine amerikanische Studie zeigt.
Die Forscher des
Hutchinson-Krebsforschungszentrums beobachteten den
Krankheitsverlauf von 752
Prostatakrebs-Patienten mittleren Alters aus dem Raum Seattle über die Dauer von etwa zehn Jahren. Dabei war laut einem Bericht der Zeitschrift
«Cancer» nicht nur die
Sterblichkeitsrate der
fettleibigen Teilnehmer erhöht. Bei denjenigen Männern, deren
Tumor anfangs auf die Vorsteherdrüse oder das angrenzende Gewebe beschränkt war, steigerte starkes
Übergewicht die Wahrscheinlichkeit für
Metastasen um den Faktor 3,6. Anzeige
Der Grund für diese Gefährdung hängt vermutlich mit
Entzündungsprozessen zusammen. Zudem erhöhe
Fettleibigkeit die Werte der
Serumöstrogene und von Wachstumsfaktoren, die das
Krebswachstum fördern können, so der Forscher Alan Kristol.
Quelle: «Cancer», Vol. 109, S. 1192-1202
Quelle :
www.baz.ch