Speckvergleich: Burgenländer sind am dicksten
Österreich ist ein Land der
Dicken und der
Fleischesser. Besonders gefährdet sind männlichen Lehrlinge im Burgenland.
Auch die Österreicher
essen viel zu viel und
fett. Die Folge: 35 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen haben
Übergewicht. Jeweils sechs Prozent beider Geschlechter sind sogar
fettsüchtig (adipös). Das zeigen die Zahlen des
Ernährungsberichts des
Gesundheitsministeriums.
Negativrekord im Burgenland
Der im August 2006 präsentierte
Adipositas-Bericht spricht sogar von 50 Prozent
übergewichtigen Männern und einem Drittel der Frauen, die zu viel auf die
Waage bringen. Laut dieser Untersuchung sind knapp ein Viertel
adipös. Das Burgenland ist Spitzenreiter bei
Adipositas-Fällen: Laut Mikrozensus verzeichnete das östlichste Bundesland mit 13,1 Prozent die höchste Häufigkeit, gefolgt von NiedeÖsterreich ist ein Land der
Dicken und der
Fleischesser. Besonders gefährdet sind männlichen Lehrlinge im Burgenland.rösterreich mit 10,4 Prozent. Die Steirer sind mit 10,2 schon etwas
schlanker, dann folgen die Oberösterreich mit 9,7 Prozent. Am wenigsten
Fettsüchtige gibt es in Salzburg mit einem Bevölkerungsanteil von nur 6,2 Prozent.
Österreicher sind Fleischtiger
Laut dem
Ernährungsbericht des
Gesundheitsministeriums ernähren sich die Österreicher nach wie vor sehr traditionsbewusst und deftig. Fleischwaren sind äußerst beliebt. Beispielsweise werden pro Kopf und Monat fünf
Kilo Schweinefleisch verbraucht. Dagegen liegt der Fischkonsum bei nur 450
Gramm pro Kopf und Monat.
Aber nicht nur das zu
fette Essen, auch die vielen
Süßspeisen schlagen an: Der
Zuckerkonsum stagniert seit einigen Jahren auf einem relativ hohen Niveau. Hingegen kommt der Konsum von
pflanzlichen Lebensmitteln oft zu kurz.
Frauen schlanker als Männer
Interessant dabei: Obwohl die weibliche Bevölkerung weitaus häufiger mit ihrem
Körpergewicht unzufrieden war, zeigt sich ihr
Body Mass Index (BMI) häufiger im
Normbereich als bei den Männern. Der höchste Anteil an therapiebedürftigem
Übergewicht - also
Adipositas - wurde mit elf Prozent bei den männlichen Lehrlingen festgestellt.
Das Problem
Männerübergewicht zeigte sich auch bei einer EU-Untersuchung von Eurostat. Österreichische Männer sind im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossen aus anderen EU-Ländern überdurchschnittlich häufig
dick. Mehr als die Hälfte der männlichen Bevölkerung (50,8 Prozent) gilt laut Eurostat als
übergewichtig.
Fett belastet das Gesundheitssystem
Zu viele
Kilos belasten nicht nur die
Gesundheit der
Betroffenen, sondern auch die
Gesundheitssysteme der Länder.
Übergewicht und
Adipositas stellen für die Entwicklung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Diabetes sowie zahlreiche andere
Krankheiten einen hohen Risikofaktor dar.
Ein besonderes Problemfeld sind die Kinder und Jugendlichen. Ein Viertel von ihnen ist in Österreich zu
dick oder gar
adipös. "Mit einem Anteil von rund 25 Prozent liegt Österreich (im internationalen Vergleich, Anm.) eher im oberen Bereich", warten im Mai 2006 Sabine Dietrich, Klinische
Psychologin an der Wiener Universitäts-Kinderklinik (AKH) bei den Österreichischen Ärztetagen in Grado.
Quelle :
www.diepresse.com