Der bessere Weg zu einer optimalen Ernährung
PFG bezieht sich in ihrem Bericht auf neuere Studien, die nahe legen, dass
Fett in der
Nahrung nicht der wesentliche Grund für
Übergewicht und
Fettleibigkeit ist. Vielmehr glauben Experten heute, dass die Art der
Kohlenhydrate ein wichtigerer Faktor ist, wenn es um
Fettleibigkeit oder auch verschiedene andere
Erkrankungen geht.
Zunächst möchten wir kurz auf den Begriff des Glykämischen Index (GI) eingehen.
Der GI von
Kohlenhydraten ist ein Maß dafür, wie stark der
Blutzuckerspiegel nach Zufuhr eines bestimmten
Kohlenhydrats ansteigt. Je höher dieser Wert ausfällt, desto schneller gehen die
Zucker aus dem
Magen-Darm-Trakt in das
Blut über.
Glukose hat als Referenz den
Glykämischen Index 100. Liegt der GI bei 70 oder mehr, so spricht man von einem hohen
GI. Zwischen 55 und 70 liegt ein mittlerer
GI vor, unter 55 ein niedriger. Typische Vertreter mit hohem
GI sind stark verarbeitete Produkte wie
Weißbrot, Cornflakes, polierter Reis, weiße Nudeln, viele Süßigkeiten etc. Dagegen fallen Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in die Gruppe der Kohlenhydrate mit niedrigem oder zumindest mittlerem GI.
Eine interessante Studie – durchgeführt von Forschern aus Boston – führte zu folgenden Ergebnissen. Ziel der Studie war, den Effekt von
Nahrungskohlenhydraten im
Körper zu testen. So wurden 20
übergewichtige Männer auf zwei verschiedene Arten von
Diät gesetzt. Dabei wurden
hormonelle Parameter sowie der
Gewichtsverlust protokolliert. Eine Gruppe bekam eine
kalorienreduzierte Kost mit 67%
Kohlenhydraten, 15%
Protein und 18%
Fett. Dabei handelte es sich in erster Linie um
Kohlenhydrate mit hohem
GI. Die andere Gruppe bekam eine
kalorienreduzierte Kost mit 43%
Kohlenhydraten, 27%
Protein und 30%
Fett. Hier wurden aber bevorzugt
Kohlenhydrate mit niedrigem
GI verabreicht. Wohlgemerkt, der
Gesamtkaloriengehalt der beiden
Reduktionsdiäten war gleich.
Die erzielten Ergebnisse waren erstaunlich und für Freunde einer
kohlenhydratreichen,
fettarmen Kost recht enttäuschend. Die Gruppe, die reichlich
Kohlenhydrate mit hohem
GI konsumierte und nur wenig Fett in der Nahrung aufwies, zeigte eine Verlangsamung des
Stoffwechsels um 10,5%. Dagegen fiel die Stoffwechselrate bei der anderen Gruppe, die weniger
Kohlenhydrate und vor allem solche mit niedrigem
GI erhielt, nur um 4,6% ab. Trotz gleicher
Kalorienzahl.
Wir bitten zu beachten, dass bei der Interpretation der Ergebnisse beachtet werden muss, dass eine
kalorienreduzierte Diät immer zu einer Verlangsamung des
Stoffwechsels führt. Fazit: Je schneller der
Stoffwechsel arbeitet, desto mehr Kalorien werden verbraucht und desto größer fällt der
Gewichtsverlust aus.
Und noch ein weiteres, erstaunliches Ergebnis trat zutage: Der
Stickstoffverlust war bei der
kohlenhydratreduzierten Diät mit niedrigem
GI geringer als bei der anderen. Ein
Stickstoffverlust ist in der
Diät synonym für einen
Gewebeabbau, sprich Verlust von
Muskulatur. Da die
Skelettmuskulatur ein sehr
stoffwechselaktives Gewebe ist, könnte darin der Grund für den
schnelleren Stoffwechsel bzw. den geringeren Rückgang der
Stoffwechselrate bei weniger
Kohlenhydraten (und diese mit niedrigem
GI) zu suchen sein.
Zusammenfassend möchten wir feststellen, dass nicht alleinig die
Reduzierung des
Fettanteils ausschlaggebend für eine erfolgreiche
Diät ist. Sondern eine sorgfältige und auf den jeweiligen
Körper abgestimmte Zusammensetzung aller drei beteiligten Gruppen.
Wir empfehlen – natürlich immer unter Beachtung des Einzelfalls – eine Zusammensetzung von 40%
Kohlenhydrate, 30%
Protein und 30%
Fett. Diese Zusammensetzung verspricht zum einen weniger
Hunger trotz
Kalorienreduktion und gesteigerten
Fettabbau bei gleichzeitig geringstem Verlust an lebenswichtiger
Muskulatur. Zu beachten ist, dass hierbei unbedingt
Kohlenhydrate mit niedrigem
GI bevorzugt werden. Angenehmer Nebeneffekt: Auch die
Blutfettwerte werden positiv beeinflusst und zwar sehr viel deutlicher als bei der häufig propagierten streng
fettarmen Kost.
Gerne steht Ihnen das Team von PFG bei der Erstellung eines individuellen und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten
Ernährungsplans zur Verfügung. Wobei wir nicht nur die Ernährung als einzelnes Element betrachten, sondern das Zusammenspiel von ausgewogener
Ernährung und sportlicher Aktivität als Ganzes.
Quelle :
www.presseanzeiger.de