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Alt 27.05.2007, 02:42
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Standard Der bessere Weg zu einer optimalen Ernährung

Der bessere Weg zu einer optimalen Ernährung

PFG bezieht sich in ihrem Bericht auf neuere Studien, die nahe legen, dass Fett in der Nahrung nicht der wesentliche Grund für Übergewicht und Fettleibigkeit ist. Vielmehr glauben Experten heute, dass die Art der Kohlenhydrate ein wichtigerer Faktor ist, wenn es um Fettleibigkeit oder auch verschiedene andere Erkrankungen geht.

Zunächst möchten wir kurz auf den Begriff des Glykämischen Index (GI) eingehen.

Der GI von Kohlenhydraten ist ein Maß dafür, wie stark der Blutzuckerspiegel nach Zufuhr eines bestimmten Kohlenhydrats ansteigt. Je höher dieser Wert ausfällt, desto schneller gehen die Zucker aus dem Magen-Darm-Trakt in das Blut über. Glukose hat als Referenz den Glykämischen Index 100. Liegt der GI bei 70 oder mehr, so spricht man von einem hohen GI. Zwischen 55 und 70 liegt ein mittlerer GI vor, unter 55 ein niedriger. Typische Vertreter mit hohem GI sind stark verarbeitete Produkte wie Weißbrot, Cornflakes, polierter Reis, weiße Nudeln, viele Süßigkeiten etc. Dagegen fallen Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in die Gruppe der Kohlenhydrate mit niedrigem oder zumindest mittlerem GI.
Eine interessante Studie – durchgeführt von Forschern aus Boston – führte zu folgenden Ergebnissen. Ziel der Studie war, den Effekt von Nahrungskohlenhydraten im Körper zu testen. So wurden 20 übergewichtige Männer auf zwei verschiedene Arten von Diät gesetzt. Dabei wurden hormonelle Parameter sowie der Gewichtsverlust protokolliert. Eine Gruppe bekam eine kalorienreduzierte Kost mit 67% Kohlenhydraten, 15% Protein und 18% Fett. Dabei handelte es sich in erster Linie um Kohlenhydrate mit hohem GI. Die andere Gruppe bekam eine kalorienreduzierte Kost mit 43% Kohlenhydraten, 27% Protein und 30% Fett. Hier wurden aber bevorzugt Kohlenhydrate mit niedrigem GI verabreicht. Wohlgemerkt, der Gesamtkaloriengehalt der beiden Reduktionsdiäten war gleich.

Die erzielten Ergebnisse waren erstaunlich und für Freunde einer kohlenhydratreichen, fettarmen Kost recht enttäuschend. Die Gruppe, die reichlich Kohlenhydrate mit hohem GI konsumierte und nur wenig Fett in der Nahrung aufwies, zeigte eine Verlangsamung des Stoffwechsels um 10,5%. Dagegen fiel die Stoffwechselrate bei der anderen Gruppe, die weniger Kohlenhydrate und vor allem solche mit niedrigem GI erhielt, nur um 4,6% ab. Trotz gleicher Kalorienzahl.

Wir bitten zu beachten, dass bei der Interpretation der Ergebnisse beachtet werden muss, dass eine kalorienreduzierte Diät immer zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels führt. Fazit: Je schneller der Stoffwechsel arbeitet, desto mehr Kalorien werden verbraucht und desto größer fällt der Gewichtsverlust aus.

Und noch ein weiteres, erstaunliches Ergebnis trat zutage: Der Stickstoffverlust war bei der kohlenhydratreduzierten Diät mit niedrigem GI geringer als bei der anderen. Ein Stickstoffverlust ist in der Diät synonym für einen Gewebeabbau, sprich Verlust von Muskulatur. Da die Skelettmuskulatur ein sehr stoffwechselaktives Gewebe ist, könnte darin der Grund für den schnelleren Stoffwechsel bzw. den geringeren Rückgang der Stoffwechselrate bei weniger Kohlenhydraten (und diese mit niedrigem GI) zu suchen sein.

Zusammenfassend möchten wir feststellen, dass nicht alleinig die Reduzierung des Fettanteils ausschlaggebend für eine erfolgreiche Diät ist. Sondern eine sorgfältige und auf den jeweiligen Körper abgestimmte Zusammensetzung aller drei beteiligten Gruppen.

Wir empfehlen – natürlich immer unter Beachtung des Einzelfalls – eine Zusammensetzung von 40% Kohlenhydrate, 30% Protein und 30% Fett. Diese Zusammensetzung verspricht zum einen weniger Hunger trotz Kalorienreduktion und gesteigerten Fettabbau bei gleichzeitig geringstem Verlust an lebenswichtiger Muskulatur. Zu beachten ist, dass hierbei unbedingt Kohlenhydrate mit niedrigem GI bevorzugt werden. Angenehmer Nebeneffekt: Auch die Blutfettwerte werden positiv beeinflusst und zwar sehr viel deutlicher als bei der häufig propagierten streng fettarmen Kost.

Gerne steht Ihnen das Team von PFG bei der Erstellung eines individuellen und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Ernährungsplans zur Verfügung. Wobei wir nicht nur die Ernährung als einzelnes Element betrachten, sondern das Zusammenspiel von ausgewogener Ernährung und sportlicher Aktivität als Ganzes.

Quelle : www.presseanzeiger.de
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