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Alt 01.06.2007, 20:13
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Standard Weniger Salz und Fett in Fertigprodukten

Weniger Salz und Fett in Fertigprodukten
Mehr als die Hälfte der Europäer leidet an Übergewicht. Die EU-Kommission ruft zu länderübergreifenden Maßnahmen auf.
Mehr als 50 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der Europäischen Union ist übergewichtig oder leidet bereits an Adipositas (Fettleibigkeit). Fast 22 Millionen der jungen EU-Bürger sind übergewichtig – und jährlich kommen rund 400.000 dazu. Die EU–Kommission ruft nun mit dem am Mittwoch veröffentlichten „Weißbuch der Ernährung“ zu verstärkten länderübergreifenden Maßnahmen auf.

Im Zentrum steht die Vernetzung aller Akteure des Ernährungssektors, von der Industrie über die Politik bis zum Endverbraucher. Im Weißbuch wird etwa die Lebensmittelindustrie aufgefordert, den Zucker- und Salzgehalt ihrer Produkte zu senken. Am anderen Ende der Nahrungsmittelkette sollten aber die Konsumenten gut informiert sein, um die richtigen Kaufentscheidungen treffen zu können. Bewegung ist die dritte Säule im Kampf gegen Adipositas. Der durchschnittliche Europäer sitzt täglich fünf Stunden. Aber jeder dritte setzt dem keine körperlichen Aktivitäten entgegen.

Der Adipositas-Experte Univ.-Prof. Kurt Widhalm vom Wiener AKH sieht das Weißbuch als „ersten Schritt. Die EU hat das Übergewicht ganz klar als Problem deklariert. Jetzt sind die Staaten am Zug.“ Kinder sind besonders gefährdet. Um das Problem in den Griff zu bekommen, setzt Widhalm auf multidisziplinäre Maßnahmen. „Alle müssen mittun. Von der Kindergartendirektorin bis zur Industrie.“ Er verweist auf erfolgreiche wissenschaftlich begleitete Präventions-Modelle, „die leicht übernommen werden könnten.“ Etwa die internationale „Helena-Studie“, deren erste Ergebnisse heute beim großen Ernährungskongress in Innsbruck präsentiert werden. 21 Städte, darunter auch Wien, nehmen an dieser speziellen Ernährungsschulung teil. Als Modellprojekt bewertete die WHO das heimische Projekt „Presto“. Nach einem Jahr hatten sich die Ernährungsgewohnheiten der teilnehmenden Schüler verbessert.

Quelle : www.kurier.at
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