Übergewichtige werden leichter krank
Eine der Hauptursachen für
gesundheitliche Probleme
übergewichtiger und
fettleibiger Menschen ist chronisch
entzündetes Fettgewebe. Das
Fettgewebe speichert nicht nur überschüssige Energie, es produziert auch viele Substanzen, die als
Adipokine (Fett produzierende Substanzen) bezeichnet werden. Von den negativen Konsequenzen der
Fettleibigkeit (Adipositas) bleibt letztendlich kein
Organ verschont.
Fettstoffwechselstörungen,
Insulinresistenz oder Glucoseintoleranz enden in
Krankheiten wie
Typ-2-Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch
Dickdarmkrebs kommt bei
Übergewichtigen häufig vor.
Inzwischen sind über 100
Adipokine bekannt, von denen die meisten im
Fettgewebe bleiben. In die
Blutbahn gelangen laut der
Ernährungsberatung aid vor allem die
entzündungsfördernden Vertreter. Dabei kurbelt chronische
Überernährung die Produktion dieser Substanzen in den
Fettzellen an und löst damit eine
Entzündungskaskade aus. Sie aktivieren zudem die
Fett-Vorläuferzellen im Fettgewebe, die ebenfalls anfangen, proentzündliche Substanzen zu bilden. Dadurch werden
Immunzellen ins
Fettgewebe gelockt, die die
Entzündung weiter verstärken.
Die Menge der entzündlichen Substanzen führt zum Beispiel in der
Muskulatur zu
Stoffwechselveränderungen. Dort stören die so genannten
Zytokine (von einer Vielzahl von
Zellarten gebildete Substanzen) die
Insulinsignalübertragung.
Insulin wirkt nicht mehr,
Diabetes kann entstehen. Daneben wird die Leber geschädigt, was zur Entstehung von
Fettstoffwechselstörungen beiträgt.
Die wichtigsten
entzündungsauslösende Faktoren im
Fettgewebe sind vor allem gesättigte Fettsäuren, Glucose, reaktive Sauerstoffspezies oder
AGE-Proteine, die zum Beispiel in Cola-Getränken vorkommen. Zu den Schutzfaktoren für die
Gesundheit zählen dagegen
Omega-3-Fettsäuren und einzelne sekundäre
Pflanzenstoffe, die zumindest in
Zellkulturen entzündungshemmende Effekte gezeigt haben. Die stärkste
entzündungshemmende Wirkung hat jedoch eine
Gewichtsabnahme, selbst wenn sie nur moderat ist. Dabei wandern die
Immunzellen aus dem
Fettgewebe ab und die Zahl der
Entzündungsmarker sinkt.
Quelle:
www.monstersandcritics.de