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Alt 12.08.2007, 08:36
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Standard Dicksein beginnt im Kopf

Dicksein beginnt im Kopf
Reagieren Nervenzellen nicht auf das körpereigene Hormon Leptin, läuft die Regulierung von Appetit schief.
"Bei 95 Prozent der übergewichtigen Menschen bekommt das Gehirn nicht das Signal, dass genug Energie vorhanden ist und keine weitere Nahrungsaufnahme nötig ist." Starkes Übergewicht und Fettleibigkeit beginnen nach Einschätzung des Kölner Forschers Jens Claus Brüning demnach im Kopf.

Brüning erhielt dieses Jahr den Leibniz-Preis, die mit 2,5 Millionen Euro höchstdotierte deutsche Forscherauszeichnung, für seine Erkenntnisse über die Rolle von Nervenzellen im Gehirn, die für die Regulation von Appetit - und damit das Körpergewicht - zuständig sind. Dazu der Internist: "Fettzellen setzen das Hormon Leptin frei, das über den Blutkreislauf ins Gehirn gelangt und dort die biologische Frage auslöst: "Nahrungsaufnahme ja oder nein?"."

Nun sei mit Versuchen an genetisch manipulierten Mäusen ein wichtiger Nachweis gelungen: "Wir haben gezeigt, dass unter vielen Milliarden von Zellen im Hypothalamus - einer Region am Boden des Gehirns - nur wenige einen Leptin-Rezeptor tragen. Nur diese Zellen mit Rezeptor können aber auf die Signale vom Gehirn ansprechen, dass eben keine Nahrungsaufnahme mehr nötig ist."
Resistenz

"Wir müssen nun herausfinden, was in den Nervenzellen schief läuft, dass sie nicht auf das Leptin-Hormon ansprechen", sagt der Forscher. Möglicherweise liege bei übergewichtigen Menschen eine Resistenz gegen Leptin vor - das Wort ist vom griechischen "leptos" (schlank) abgeleitet.

Weltweit sind eine Milliarde Menschen übergewichtig, 300 Millionen leiden an krankhafter Fettleibigkeit, Tendenz steigend - auch in Österreich.

Quelle: www.kurier.at
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