New York (dpa) - Übergewicht senkt einer US-Studie zufolge das Todesrisiko durch Krankheiten, die keine Krebs- oder Herzkreislaufleiden sind. Untergewicht erhöht dagegen das Sterberisiko durch diese Krankheiten.
Das berichten Katherine Flegal und Kollegen von den US-Gesundheitsbehörden CDC und dem Nationalen Krebsforschungszentrum im «Journal of the American Medical Association» (JAMA; Bd. 298, S. 2028). Die Forscher hatten in einer früheren Studie bei leicht
Übergewichtigen ein generell etwas niedrigeres
Sterberisiko beobachtet als bei
Normalgewichtigen und die zugrundeliegenden Zusammenhänge nun genauer untersucht.
Beim Vergleich der
Todesdaten und des
Body Mass Index von mehr als zwei Millionen US-Bürgern zeigte sich auch, dass
Fettleibigkeit mit einem erhöhten
Todesrisiko durch
Herzkreislaufleiden sowie bestimmten
Krebsarten einhergeht, die mit
Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden. Bei den
Übergewichtigen aber nicht
Fettleibigen zeigte sich dagegen kein erhöhtes, sondern ein
niedrigeres Sterberisiko. «Es spricht einiges dafür, dass leichtes
Übergewicht in einer Reihe von Fällen die Überlebenschancen verbessert», schreiben die Autoren. Wer ein paar
Pfunde mehr auf die
Waage bringe, erhole sich möglicherweise leichter von
Infektionen und
Operationen.
Der
Body Mass Index (BMI) berechnet sich aus dem
Körpergewicht in
Kilogramm, geteilt durch die
Körpergröße in Metern zum Quadrat. Als normal gilt ein
BMI von 19 bis 24 bei Frauen und 20 bis 25 bei Männern. Demnach ist ein 1,76
Meter großer Mann, der 80
Kilo wiegt, leicht
übergewichtig.
Fettleibigkeit beginnt für beide Geschlechter bei einem
BMI von
31.
Quelle:
http://newsticker.welt.de