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Alt 27.12.2009, 22:18   1 Link(s) verweist von irgendwo auf diesen Beitrag. Klicken Sie hier, um es zu sehen. #1 (Permalink)
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Registriert seit: 18.12.2009
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Standard Bist Du hochsensibel?

Hallo Ihr Lieben,
ich möchte hier mal das Thema "Hochsensibilität" vorstellen:

Zitat:
"Hochsensibilität" - was versteht man darunter?

Etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen gelten als hochsensibel. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit ist - wahrscheinlich auf Grund einer speziellen Veranlagung oder als Folge schwieriger Lebensumstände - überdurchschnittlich differenziert. Andererseits ist ihr Gehirn häufig nicht in der Lage, die dadurch entstehende Reizüberflutung adäquat zu verarbeiten. Bildhaft ausgedrückt fehlen dem hochsensiblen Menschen "Filter" und eine stabile "Haut", die vor zu vielen Einflüssen schützen. Solch "dünnhäutige" Menschen verfügen zwar oft über ein reiches inneres Potenzial, können dieses aber nicht vollumfänglich in ihr Leben integrieren, weil sie ständig damit beschäftigt sind, sich vor Reizen zu schützen und sich anzupassen. Nicht selten führt so ein Weg in Schüchternheit, emotionale Instabilität, nervliche Überforderung, Rückzug oder Unsicherheit und begünstigt zudem Stress und psychische Erkrankungen.

Die wissenschaftliche Forschung steht in diesem Gebiet noch am Anfang. Darum sind trotz wachsender Informationsquellen viele betroffene Menschen noch im Unklaren über ihre speziell ausgeprägte Sensibilität und erfahren sie vorwiegend als Störung oder Selbstverschulden - und nicht als ein Merkmal, das auch viele positive Seiten enthält.

Hochsensibilität ist jedoch keine Krankheit, sondern begünstigt vielmehr auch Eigenschaften wie Differenziertheit, Einfühlungsvermögen, Intuition, Reflexionsfähigkeit, Feinfühligkeit, Kreativität...
Ich selbst bin eine hochsensible Person (HSP) und war 12 jahre essgestört -
ich hatte Bulimie, auch heute habe ich keinen normalen Umgang mit dem Thema ESSEN


Wer um seine Hochsensibilität weiß, kann lernen, sich besser zu verstehen und sich mit all den Vor- aber auch Nachteilen, die diese Eigenschaft mit sich bringt, anzunehmen. Das Wissen um das Thema "Hochsensibilität" kann daher ein Meilenstein auf dem Weg der Selbsterkenntnis und vor allem auf dem Weg zur Liebe der eigenen Person und des eigenen Körpers sein.

Viele HSPn sind übrigens davon betroffen..

Der Begriff "hochsensible Person" (kurz: HSP) wurde 1996 von der amerikanischen Psychologin Elaine Aron in ihrem Bestseller "The Highly Sensitive Person: How To Thrive When The World Overwhelms You" geprägt. Aktuellen Schätzungen zufolge sind etwa 15 Prozent der Menschen hochsensibel.

Bis dahin erst einmal, vielleicht fühlt sich ja der eine oder die andere angesprochen und kann sich so besser verstehen?

Lieben Gruß, Steffi

Geändert von Flöckchen (17.03.2010 um 07:48 Uhr)
Steffi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2010, 00:10   #2 (Permalink)
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Hallo Steffi,

ich hatte auch 12 Jahre Bulimie. Ich habe immer gedacht, schon als kleines Kind, mit mir stimme etwas nicht. Ich wußte nicht, daß ich hochsensibel bin.
Ich bin 41 und bin mir dessen erst jetzt so richtig bewußt.
Vielleicht können wir ja mal ein wenig drüber schreiben. Aber jetzt muß ich ins Bett.

Viele Grüße,

Sonja
sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2010, 08:57   #3 (Permalink)
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Hallo,

ich zähle auch zur Gruppe der HSP. Ich bin mir auch nicht sicher wie ich damit umgehen soll. Einerseits ist es gut, das ich auf kleinste "Anzeichen" anspringe, da ich extrem feinfühlig bin wenn es meinen Mitmenschen nicht gutgeht, aber in vielen Fällen nervt es mich auch, das ich "negative" Sachen die mich oder mein Tun & Handeln betreffen nicht einfach so "wegstecke" sondern dazu neige mich rein zu steigern. Ich würde da gerne etwas mehr Gleichmut reinbringen aber bislang tue ich mich zuweilen schwer, es nicht über zu bewerten, oder mir zu sehr zu Herzen zu nehmen.

Aber es tut schonmal gut hier zu lesen, das ich mit diesem Thema nicht alleine bin.

LG

Flöckchen
Flöckchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2010, 12:11   #4 (Permalink)
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Hallo Flöckchen,

es tut mir auch gut, damit nicht allein zu sein.
Ich glaube, die hohe Sensibilität ist die Ursache für die Essstörungen und dem Leidensweg, da ich immer versucht habe , wie ein normalsensibler zu leben. Das führte zur totalen Erschöpfung. Ich bin nicht in der Lage, oder besser, habe meinen Platz in der Arbeitswelt nicht finden können. Dafür habe ich Zeit. Ich möchte nun endlich verstehen, wie ich so bin und was ich tun kann um sinnvolle Dinge besser umstetzen zu können.

Viele Grüße
sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2010, 12:20   #5 (Permalink)
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Hallo Sonja

ja besser hätte ich es nicht beschreiben können.Meinen Platz in der Arbeitswelt noch nicht gefunden... Ich kenne von mir so Züge, das ich mich teilweise für Dinge verantwortlich fühle, für die ich gar nicht tun kann..Ich kann von Glück sagen das meine Therapeutin meine Sensibilität erkannt hat und mich damit auch konfrontiert hat. So kann ich mich wenigstens ein bischen besser verstehen. Auch wenn es noch viele Momente gibt wo ich mich im Nachhinein ärgere das ich in einer Situation "überreagiert" hab.

Hast Du denn therapeutische Unterstützung auf Deinem Weg? Musst nicht antworten wenn Dir das zu persönlich ist. Auch kein Problem.

LG

Flöckchen
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Alt 28.01.2010, 12:32   #6 (Permalink)
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Hallö Flöckchen,

ja ich habe therapeutische Unterstützung.

Doch, ich möchte gerne persönlich werden, ich möchte doch auch wissen, wie andere empfinden, fühlen, und damit umgehen und und und....
Ich zweifel doch auch viel, und habe Angst, daß ich mir das nur einrede. Auf jeden Fall ist da immer so eine Unsicherheit.
Ich beantworte gerne Fragen! Nur zu!

LG

Sonja
sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2010, 12:38   #7 (Permalink)
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Hallo Sonja,

ok, ich wollte auch nur mitteilen, das ein "Stop" für mich immer ok ist. Ichwill keine Grenzen überschreiten, aber auf die Online-Distanz ist es manchmal schwierig wahrzuznehmen wo die des Gegenübers liegt...

Also ich finde das ein durchaus spannendes Thema, wie man damit umgehen kann. Gehts Dir auch so, das Du wenn Dir bewusst wird das es doch gar nicht "so schlimm" wie erwartet war, Du Dich immer wieder an derselben Stelle im Kreis drehst mit der Frage "warum hab ich es wieder nicht geschafft?".

Beispiel: Ich nehme mir immer wieder vor auf eine bestimmte Verhaltensweise eines Kollegen nicht zu reagieren, mich nicht innerlich aufzuregen und tue es doch jedesmal weil ich gegen meine feinen Antennen nichts machen kann. ich will ihn ignorieren, aber es geht nicht und das macht mich manchmal auch wütend. Was meinst Du, ist es so das ich es wahrnehme weil ich so feine Antennen hab, oder nehme ich es wahr weil ich mich über ihn aufregen will... Ich möchte nicht meine Sensibilität in Frage stellen, aber fördere ich das vielleicht sogar selbst? Kennst Du diese Gedanken auch??

LG

Flöckchen
Flöckchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2010, 20:46   #8 (Permalink)
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Frischling
 
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Ich bin sehr erschrocken dass ich mich in so ziemlich allen Aussagen wiederfinden kann
apple ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2010, 16:52   #9 (Permalink)
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Hallo Ihr Lieben,
wir haben bei uns im Forum mal ne Umfrage zum Thema Essstörungen gemacht
Es ist schon erstaunlich, dass mehr als die Hälfte der user, die mitgestimmt haben, eine Essstörung hatten (haben) 12:9
Als ich noch an Bulimie litt, habe ich innerlich geschrien, ich war todtraurig und verstört und wusste nicht, wieso. Ich wollte immer schlank sein, schob mein Anderssein auf meine Figur. Dieses sich von den "normalen" abgegrenzt fühlen - das war vermutlich die Triebfeder?
Ich habe einen hohen preis für die Bulimie gezahlt, trage heute eine Zahnprothese.
Seit mir das mit der HS bewusst geworden ist, lebe ich leichter - zwar immer noch isoliert, aber ich weiß jetzt, dass es bei gaaanz vielen genauso ist!
Ich persönlich halte es für wichtig, dass in Therapien auch auf diesen Charakterzug bei Essgestörten eingegangen wird!

Lieben Gruß, Steffi

Ich finde es nicht okay, dass in meinem Beitrag rumeditiert wurde !!!!
Internet kommt von Netz, wer nur sein eigenes Süppchen kochen will - bitte!
Mir ging es um Infos - und sorry, dass ich nicht jeden Tag hier reingeschaut habe ;-)

Geändert von Steffi (17.03.2010 um 17:40 Uhr)
Steffi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2010, 07:51   #10 (Permalink)
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Hallo Steffi,

da stellt sich mir jetzt doch ernsthaft die Frage, ob wir auch eine ES entwickelt hätten wenn wir nicht HS wären... Ich meine wenn wir ein "dickeres Fell hätten" würde uns vieles nicht so sehr zu Herzen gehen und wir weürden nicht zu solchen Ausweichmanövern greifen, oder was meint Ihr dazu??

LG

Flöckchen
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Nataly Schurrat
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