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Registriert seit: 18.11.2006
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Wie können Eltern ihrem essgestörten Kind helfen?
Viele Eltern fühlen sich hilflos, wenn ihr Kind an einer Essstörung leidet. Denn durch die starke Tendenz zur Verleugnung, die ein Symptom von Essstörungen ist, gehen die betroffenen Kinder und Jugendlichen auf Hilfsangebote oft nicht ein und streiten ihre Problematik ab. Hinzu kommen aufreibende Konflikte am Esstisch, wenn die Kinder nicht essen wollen oder sich mit großen Nahrungsmengen aus dem Haushalt für einen Essanfall versorgen und später erbrechen. Experten raten daher: 1. Informieren Sie sich über Magersucht und Bulimie. 2. Sprechen Sie offen - jedoch nie am Tisch - über das veränderte Verhalten Ihres Kindes, das Ihnen aufgefallen ist. Auffälligkeiten können zum Beispiel stetige Gewichtsabnahme, aber auch Hinweise auf Erbrechen, Vermeiden gemeinsamer Mahlzeiten, deutlich eingeschränkte Nahrungsaufnahme oder Essanfälle und eine übermäßige sportliche Betätigung sein. Häufig geht dies mit Gereiztheit und großen Stimmungsschwankungen einher. Nehmen Sie sich für das Gespräch Zeit und sprechen Sie allein mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn. Machen Sie dabei keine Vorwürfe, sondern schildern Sie Ihre Wahrnehmung und drücken Sie Ihre Gefühle von Sorge und Angst um das Wohl Ihres Kindes aus. Fragen Sie, ob und wie sie helfen und Ihr Kind unterstützen können. 3. Rechnen Sie damit, dass Ihr Kind die von Ihnen bemerkten Auffälligkeiten zunächst leugnet oder „gute Erklärungen“ dafür findet. Lassen Sie sich damit nicht abspeisen, aber es auch nicht zu einem Streit darüber kommen, wer Recht hat. 4. Signalisieren Sie deutlich Ihre Grenzen. Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse. Übernehmen Sie keinesfalls eine therapeutische Rolle. Dazu gehört auch, die Betroffenen nicht zum Essen zu drängen. Drohungen helfen genauso wenig wie gute Tipps. 5. Lernen Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn zuzuhören. 6. Verurteilen Sie Ihr Kind nicht für sein Verhalten. Geben Sie weder sich noch ihm die Schuld. Anstatt es zum Essen zu drängen, sagen Sie ihm, dass Sie es gern haben und dass Sie dieses Problem gemeinsam meistern werden. Das richtige Verhalten ist oft eine Gratwanderung zwischen Mitgefühl und Abgrenzung. 7. Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und drücken Sie Ihre Gefühle in Worten aus. 8. Informieren Sie sich über therapeutische Möglichkeiten und stellen Sie das Material Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn zur Verfügung. 9. Suchen Sie nach Unterstützung bei anderen Eltern und Angehörigen, sprechen Sie sich mit Vertrauenspersonen darüber aus. Essstörungen sind keine Schande, und sie betreffen mehr Leute als Sie denken. 10. Bei Minderjährigen sollten Sie nicht zögern, eine Abklärung und Behandlung in die Wege zu leiten. Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser ist eine Essstörung zu behandeln. Quelle : http://www.gesundheitstrends.de |
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