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Essstörungen nehmen zu
Fachambulanz für Suchtprobleme hat trotz 502 Klienten im Jahr 2006 keine Wartezeiten Weiden. (vv) Mittlerweile reagieren Eltern schneller, wenn sich das Essverhalten ihrer Kinder ändert. Vielleicht hat die Diskussion um Magermodels, Magersucht und Bulimie zumindest mehr Aufmerksamkeit bewirkt. Denn die Zahl der Betroffenen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die Mitarbeiter der Fachambulanz für Suchtprobleme jedenfalls wissen: Je früher die Erziehungsberechtigten die Störung bemerken, desto leichter lässt sie sich wieder beheben. Etwa 40 bis 50 Klienten (Jugendliche sowie 20- bis 30-Jährige) kamen deswegen im vergangenen Jahr zur Beratungsstelle der Caritas. Auf einem hohen Level (rund 100 Fälle) bleibt laut Leiter Gerhard Krones auch die Gruppe derer, die wegen illegaler Drogen Hilfe bei der Suchtberatung suchen. Mehrfachprobleme Die meisten Klienten jedoch, rund 350, haben Probleme mit Alkohol. Daneben stehen Nikotin, Medikamente oder Spielen auf der Statistik von Krones, Anette Kuhlmann und Katjenka Wild. Steigend ist die Zahl der "chronisch mehrfach beeinträchtigten Menschen". Laut Krones geht es da nicht mehr eindeutig etwa um Alkoholmissbrauch, sondern auch um Traumatisierung und Gewalt. Vom Alter her fällt auf, dass rund 16 Prozent der Klienten zwischen 20 und 24 Jahren alt sind, 15,7 Prozent sind zwischen 35 und 39 Jahre und 15,4 zwischen 40 und 44. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 502 Kontakte zu Klienten, davon waren 182 einmalig und 320 mehrmalig. Nach steigenden Anfragen habe sich die Zahl nun auf einem hohen Niveau eingependelt. Besonders heben die Berater hervor, dass es keine Wartezeiten gibt. "Da fällt schon mal eine Mittagspause weg." Doch wenn jemand eine so enge Beziehung zu bestimmten Substanzen habe, brauche er ein gutes Hilfsangebot. Daher können Menschen auch unangemeldet kommen. Und die Erfolge können sich sehen lassen: Immerhin 77 Prozent der Hilfesuchenden sind seit Betreuungsbeginn entweder abstinent (44,6 Prozent) oder haben sich gebessert (33 Prozent). "Das macht Hoffnung. Schließlich handelt es sich um eine ambulante Betreuung", freut sich Krones. Quelle : www.zeitung.org
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