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Model-Shows fördern die Magersucht
JOKER: Ein Kommentar von Amira El Tagy Model-Shows wie Germany’s Next Topmodel und The Swan setzen junge Frauen unter Druck, da durch ihren Einfluss Schlanksein in der Gesellschaft gleichgesetzt wird mit Leistung und Gesundheit. Das meint JOKER-Reporterin Amira El Tagy (15). „Junge Mädchen eifern ihren mageren Idolen nach: Langbeinig, schmale Hüften, flacher Bauch und spitzes Gesicht.“ Mehr als 100 000 Menschen in Deutschland leiden an Magersucht. Auslöser kann ein Erlebnis, aber auch der Druck von Medien und Werbung mit ihren modischen Trends und Schönheitsidealen sein. Auch bei den Stars ist ein Schlankheits-Wettbewerb ausgebrochen, da Produzenten und Regisseure immer schlankere Darstellerinnen verlangen. Ihr überdurchschnittlicher Ehrgeiz, Fixierung auf bestimmte Ziele, die Unsicherheit und schließlich der Perfektionismus sind Gründe, dass Schauspieler eine größere Gefahr haben zu erkranken als Nicht-prominente. Zu den prominentesten Magersüchtigen gehören Nicole Richie und Paris Hilton. Nur wenige, wie Courtney Thome-Smith und Paula Abdul, leiden nicht am Hollywood-Schlankheitssyndrom. Zudem setzen Sendungen wie Germany’s Next Topmodel und The Swan die Leute indirekt unter Druck. Zwar stellen Heidi Klum und die Juroren in jeder Folge klar, dass ein Model gesund aussehen sollte und Kurven brauche, aber trotzdem fordert die Branche bestimmte Ideal-Maße. Häufig fehlt Magersüchtigen die Anerkennung. Zum Beispiel lehnen sie ihren Körper ab, fühlen sich wertlos, suchen Aufmerksamkeit und glauben, mit dem Eintritt in die Erwachsenenwelt perfekt sein zu müssen. Die deutsche Diätindustrie setzt Millionen mit vermeintlichen Abspeck-Medikamenten und Schlankheitsdrinks um. Dennoch steigt das Gewicht des Durchschnittsbürgers, denn 95 Prozent aller Diäten funktionieren nicht, sondern gelten als Einstiegsdroge für Essstörungen. Quelle : www.tageblatt.de
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