![]() |
|
|||||||
![]() | Startseite | Registrieren | Hilfe | Donate | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren | ![]() |
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
|
#1 (Permalink) |
|
Administrator
Registriert seit: 18.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 378
|
Wenn das Spiegelbild zum Feind wird
JOKER: Magersucht als Zeichen für fehlendes Selbstbewusstein – Ein Workshop in Harsefeld klärt über wahre Schönheit auf Harsefeld (mwa). 36 Kilo bei einer Körpergröße von 1,60 Metern. Das ist Janina K.s Bilanz ihrer Magersucht. Warum sie aufgehört hat zu essen und wie sie aus dem Teufelskreis herausgekam, erzählt die Schülerin bei einem Workshop rund ums Thema Selbstbewusstsein in der Harsefelder Haupt- und Realschule. Stille im Raum. Zwölf Mädchen hängen wie gebannt an Janinas Lippen. „Weihnachten 2005 habe ich beschlossen, weniger zu essen“, berichtet Janina vom Beginn ihrer Anorexie, so das medizinische Wort für Magersucht. Die 17-Jährige hat keine Süßigkeiten und schließlich nur noch einen Apfel am Tag gegessen. „Meine Hüften waren eingefallen, die Rippen konnte man sowieso zählen, und irgendwann sind meine Haare ausgefallen.“ Fassungslos betrachten die Zuhörerinnen ihre Referentin. Das zierliche Mädchen – „jetzt wiege ich 48 Kilo“ – erklärt, dass es sich damals nicht hübsch fand. „Mir war mein Gesicht zu breit, ich hatte keinen Freund. Mir ist zuerst gar nicht aufgefallen, dass ich weniger gegessen habe.“ Den Kursteilnehmerinnen sind solche Gedanken nicht fremd. Viele hadern mit ihrem Körpergefühl. Sandra bekennt: „Ich habe schon mal daran gedacht, zu essen und es dann wieder auszukotzen.“ Und Tatjana gibt zu: „Ich habe mal zwei, drei Monate nichts gegessen. Ich dachte, wenn ich dünn bin, komme ich besser an bei Jungs.“ Die Mutter der spindeldürren 16-Jährigen war ihre Rettung. „Sie sagte, so kann das nicht weitergehen. Dann haben wir darüber geredet, und es war gut“, erzählt die Schülerin. Yvonne Witte (28), Sozialpädagogin an der Haupt- und Realschule Harsefeld, hat den eintägigen Workshop zum Thema Selbstbewusstsein organisiert. Das Konzept basiert auf der „Real Beauty Aufklärungsserie Body Talk“, die von der „Dove Aktion für mehr Selbstwertgefühl“ unterstützt wird. Witte ließ die Mädchen nachdenken: Was ist für mich Selbstbewusstsein? Was ist ein gesundes Körperbild? Was ist Schönheit? Für Kathleen bedeutet Selbstbewusstsein „den Körper so zu akzeptieren wie er ist“. Leichter fällt ihr das, seit sie im Workshop einen Film über die raffinierten Retuschier- und Schminktechniken in Modemagazinen gesehen hat. „Man muss sich nicht so verändern, um schön zu sein“, sagt auch Tatjana. Für Janina kam diese Erkenntnis erst mit der Zwangseinweisung in eine Klinik für Suizidgefährdete. „Da war es furchtbar“, erinnert sie sich. Sichtfenster ins Zimmer, unter Beobachtung duschen, verriegelte Fenster. Diese eine Nacht war ihr Schlüsselerlebnis. Mit einer Therapeutin hat Janina ihre Erlebnisse aufgearbeitet, im März ging die Therapie zu Ende. „Ich gehe auch mal zu McDonalds“, sagt sie und lächelt über die erstaunten Gesichter. Quelle: www.tageblatt.de
__________________
Christoph | Administrator _______________________ http://www.essprobleme.com Impressum / Pflichtangaben |
|
|
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Wenn Essen zum Ekel wird | christoph | Archiv 2007 | 0 | 19.09.2007 15:26 |
| Wenn Essen zum Problem wird! | Nessaja | Allgemein | 0 | 30.03.2007 22:02 |
| Wenn Essen zur Qual wird | christoph | Archiv 2007 | 0 | 17.03.2007 03:59 |