Sucht-Bekenntnis
Die attraktive Schauspielerin beichtete bei der Kerner-Show im ZDF: Ich wog nur noch 42 Kilo...
Sie war die romantische Braut in »Bianca - Wege zum Glück« (ZDF), spielte in unzähligen Rosamunde-Pilcher-Filmen mit. Sie ist
schön und eine scheinbar immer vor Glück strahlende Frau. Was die Zuschauer nicht wussten: Tanja Wedhorn hat mit ihrem Leben gespielt! Sie war
magersüchtig. In der ZDF-Talkshow »Johannes B. Kerner« erzählte sie in aller Offenheit von ihrer schweren
Krankheit. Wie sie sich mit 14 Jahren auf 42
Kilo herunterhungerte. SUPERillu dokumentiert hier Auszüge aus dem bewegenden Interview, das Johannes B. Kerner mit der Schauspielerin führte.
Warum wolltest du dünn sein, Tanja?
Ich war nie wirklich
dick, wog mit 12 Jahren etwa 60 Kilo bei einer
Körpergröße von 1,73 Metern. Ich war sportlich, machte Ballett und rhythmische Sportgymnastik. Das sind Sportarten, bei denen man eine nette
Figur braucht. Schlank zu sein bedeutete für mich, beliebt zu sein.
Wie fing das an?
Ich habe
Diäten gemacht, durch die ich dann in die
Magersucht gerutscht bin. Ganz klassisch. Die Leute sagen: „Mensch, du hast ja abgenommen.“ Sie finden es schön, und man findet es selbst auch schön. Das hat bei mir einen Teufelskreis losgetreten...
Es gab immer eine positive Bestätigung?
Nein, denn man sieht irgendwann furchtbar aus. Wenn ich an einem Tag einen Apfel oder ein Knäckebrot gegessen hatte, war das viel für mich. Ich war auch ständig in
Bewegung, zum Beispiel mit Treppensteigen, weil es viele
Kalorien verbrennt.
Ab wann haben das deine Eltern mitbekommen?
Spätestens, als ich nur noch
50 Kilo gewogen habe. Ich habe aber Tricks angewendet wie „Ich habe schon in der Stadt
gegessen“ oder „Ich
esse später noch bei Freunden“.
Wann hast du dich endlich behandeln lassen?
Als ich mit
42 Kilo keine Kraft mehr hatte. Die Schule war zu laut für mich, weil das Nervensystem total unten war. Man lebte kein Leben mehr. Man ging nicht mehr aus, man hatte auch keine Freunde mehr. Man ist krank. Irgendwann hatte ich den Wunsch, wieder Kraft zu haben.
Hat dir ein Psychotherapeut geholfen?
Ich war zwei Jahre in
Therapie, aber es ging immer wieder auf und ab. Mein Vater wusste, dass ich immer einen Hund wollte und sagte: „Wenn du
50 Kilo wiegst, bekommst du einen.“ Wir haben einen Hund bekommen und ich habe mein Wort gehalten.
Bist du jetzt geheilt oder noch anfällig für die Krankheit?
Ich bin
geheilt. Ich weiß aber immer, was ich
esse, habe die
Kalorientabellen im Kopf. Das werde ich ein Leben lang nicht mehr aus mir herauskriegen.
Quelle:
www.super-illu.de