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  #1 (Permalink)  
Alt 27.10.2007, 23:59
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Standard Hungern nach etwas Liebe

Anita B. leidet seit Jahren an Essstörungen / Nur langsame Erfolge
Von Ute Fiedler
FULDA Wenn Anita B. (Name von der Redaktion geändert) isst, tauchen Kalorientabellen in ihrem Kopf auf. Schlechtes Gewissen macht sich breit, das sie das eben Gegessene erbrechen lässt. Unaufhörlich kreisen ihre Gedanken um Essen, was der 39-Jährigen die Kraft und die Freude am Leben nimmt.

Eine Diät folgte der anderen

Die Fuldaerin ist krank, essgestört. Sie ist eine von vielen. Zahlen gibt es nicht, nur Schätzungen und auch diese sind nicht aktuell. „An die Betroffenen kommt man nur sehr schwer heran“, erklärt Dr. Marita Völker-Albert, Pressesprecherin von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Im Jahr 2000 litten schätzungsweise 100 000 Frauen an Magersucht, 600 000 Frauen und 70 000 Männer an Bulimie“, sagt sie.
Mit 15 erkrankte Anita B. „Ich war pummelig, meine Familie hat mich gehänselt, ein Kinderarzt hat mir eine Diät verordnet“, erinnert sie sich. Die Pfunde purzeln, aber nicht nur durch die Diät. Anita B. isst und erbricht. „So baute ich auch die Spannungen ab, die sich aufgebaut hatten. Ich bestrafte mich, weil mich niemand leiden konnte“, sagt die zerbrechlich-zart wirkende Frau. Doch es gibt auch Tage, an denen sie außer einem Apfel und einem Hanuta nichts zu sich nimmt. „Ich wollte mir beweisen, dass ich stark bin, dass ich meinen Körper unter Kontrolle habe.“
„Der Übergang zwischen Magersucht und Bulimie, das heißt der Ess-Brechsucht ist fließend“, erklärt Johanna Knüttel, Beraterin bei der Brücke. Viele Betroffene leiden an beiden Phänomen.
Auf 48 Kilo bei einer Körpergröße von 1,62 Meter hungert sich Anita B. herunter. Dann hört sie auf, weil niemand merken soll, was mit ihr los ist. „Meine Mutter war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, musste die Scheidung von meinem Vater verkraften“, erklärt sie. Freunde, denen sie sich hätte anvertrauen können, gibt es nicht. „Man denkt den ganzen Tag nur ans Essen, isoliert sich, vereinsamt“, sagt Anita B.
Sie heiratet, aber nicht aus Liebe, sondern um aus ihrem Umfeld herauszukommen. Und wird schwanger. Zwei Kinder bringt sie zur Welt und nach außen hin scheint alles in Ordnung zu sein. Doch noch immer quält sie das Gefühl des Ungeliebtseins, was sie wieder hungern oder erbrechen lässt.
Im vergangenen September bricht Anita B. zusammen. Nach einem Selbstmordversuch wird sie in die Psychiatrie eingewiesen. Anschließend geht sie in die Reha nach Neustadt. „Hier musste ich mich an strenge Regeln halten, lernte, normal zu essen“, blickt sie auf die harte Zeit zurück.
Langsam geht es bergauf, nach der Reha findet sie Zuflucht bei ihrem Lebensgefährten, und auch ihre beiden Kinder unterstützen sie beim Kampf gegen die Krankheit, die trotz Reha, Therapie und vielen Gesprächen noch nicht ganz verschwunden ist.
„Seit einigen Tagen habe ich wieder Selbstzweifel, fühle mich als Tonne“, sagt Anita B., die in der Beratungsstelle Brücke in Beraterin Johanna Knüttel eine gute Unterstüzterin gefunden. „Meine Therapeutin hat mir den Tipp gegeben. Jetzt besuche ich sogar die Selbsthilfegruppe für Essstörungen, die die Brücke anbietet und in der ich Frauen mit ähnlicher Lebenserfahrung treffe“, sagt sie und zum ersten Mal huscht ein Lächeln über ihr trauriges Gesicht.

Hilfe:
Hilfe finden Betroffene bei der Brücke, Löherstraße 37, Fulda, Telefon (06 61) 7 30 23; mittwochs von 17 bis 19 Uhr treffen sich dort Frauen mit Essstörungen.
Hilfe gibt es auch in der Erziehungsberatungsstelle Fulda, Marienstraße 5, Fulda, Telefon (06 61) 7 10 47.

Quelle: www.fuldaerzeitung.de
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  #2 (Permalink)  
Alt 08.11.2007, 13:12
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Standard Bei mir sind es auch Spannungen ,die mich zum Erbrechen und

Hungern bringen.

Auch das Gefühl des Ungeliebtseins,das ist aber denke ich begründet und

da ich Schlimmes erlebt habe(vermute ich) .Ich denke ich brauche mehr Selbstwertgefühl.

Bei mir war das so,dass auch ich körperlich und nervlich zusammengebrochen bin,letztes Jahr ,Ende Oktober.
Ich bin aber entlassen worden,als mein Zustand sich gebessert hatte.

Ich hatte Angst,zumal ich davor immer wieder Schwächeanfälle hatte.
Ich nahm zu,hatte wieder ne chice Figur,doch ich fühlte mich nicht wohl.

Wurde Rückfällig,ich wog dies Jahr sogar leider mal 36-39 kg.

Doch ich wollte wieder zunehmen,ich wollte kämpfen.Ich wiege mittlerweile zwischen41-44,5 kg bei einer Größe von 170 cm.Das ist immer noch unschön und ungesund,finde ich.Und Schwächeanfälle habe ich ab und zu immer noch.

Ich hoffe,dass ich bald in eine Klinik komme und das es mir hilft.So ist das kein Leben.Bulimie und Magersucht ist gefährlich.Nie aufgeben,auch wenn es Tage gibt,wo man denkt,ich werde es nie schaffen.Drüber zu reden wäre gut.Nicht noch mehr in sich "reinfressen".

Euch allen nur das Beste,
Eva-Lena

Geändert von eva-lena (08.11.2007 um 13:14 Uhr).
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  #3 (Permalink)  
Alt 08.11.2007, 18:12
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Standard Hallo Eva-Lena!

Ich gratuliere dir, dass du dir deiner Krankheit bewusst bist und dich deiner Krankheit stellst. Ich hoffe auch für dich, dass du bald einen Paltz in einer Kliniki bekommst. Hast du dir auch schon überlegt bzgl. deines Selbstwertgefühls mit einem Psychiater an deinen Problemen zusammen zu arbeiten?

Liebe Grüsse

berater
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  #4 (Permalink)  
Alt 08.11.2007, 18:23
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Unglücklich Ja,ich muss was tun..

bzgl.meines Selbstwertgefühl.Ich muss wohl einiges mit einem Psychather
bereden und mit ihm an meinen Problemen zusammen zu arbeiten.Ich habe nächste Woche einen Termin
bei einem Psychather.Und ich fühle mich heute sehr schlecht ,verletzt,traurig und einsam....Sehnsucht nach Liebe.

Danke für die netten Zeilen und ich verbleibe
mit lieben Grüssen,

eva-lena
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  #5 (Permalink)  
Alt 08.11.2007, 18:41
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Standard Kopf hoch!

Hallo Eva-Lena!
Ich weiss, dass es leider diese schlechten Tage gibt, aber ich bin mir sicher, dass du eine grosse Kämpferin bist und dass du es schaffen wirst deine Krankheiten zu besiegen.

Liebe Grüsse

berater
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  #6 (Permalink)  
Alt 08.11.2007, 18:49
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Standard Aufbauende Worte helfen..

Danke für die netten Worte.
Das tut gut.

Ich werde weiter kämpfen und weinen darf jeder mal.
Es ist ja nunmal belastend.Und an manchen Tagen ganz besonders,sowie heute.

Danke für das Mutmachen.Das ist sehr nett.

Dir viel Glück und den Anderen wünsche ich das auch!!!
eva-lena
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  #7 (Permalink)  
Alt 07.01.2008, 18:14
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Standard Habe es ganz alleine geschaft!!!

Ohne Klinik...
aber ambulante Therapie...
nach 11 Jahren Magersucht und 7 Jahren Bulimie....ist es nun vorbei.
Ich habe die "Ana"und "Mia"
besiegt.
Ihr schafft es auch!!!
Ihr fühlt Euch besser,wenn es vorbei ist....!!!!
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  #8 (Permalink)  
Alt 07.01.2008, 19:22
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Beiträge: 870
Standard Herzlichen Glückwunsch!

Hallo Eva-Lena!

Ich gratuliere Dir herzlich, dass du deine Krankheit überwunden hast.

Liebe Grüsse

berater
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