Fernsehkonsum und Essstörungen
Studie auf den Fidschi-Inseln
Zwischen Fernsehkonsum und
Essstörungen bei Mädchen besteht eine deutliche Verbindung. Das ist das Ergebnis einer im "British Journal of Psychiatry" veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der Harvard-Universität.
Danach nehmen
Essstörungen wie
Magersucht oder
Ess-Brech-Sucht (Bulimie) bei jungen Mädchen drastisch zu, wenn sie zum ersten Mal dem Fernsehen ausgesetzt sind. Die Forscher hatten Mädchen auf den Fidschi-Inseln befragt, auf denen das Fernsehen erst 1995 eingeführt wurde. Kurz vor dem TV-Start erklärte keines der Mädchen, sich jemals zum
Erbrechen gezwungen zu haben, um das
Gewicht zu halten.
1998 räumten dies 11,3 Prozent ein. Mädchen, die in einem Haushalt mit einem Fernseher lebten, zeigten drei Mal so häufig
Symptome von
Magersucht wie Mädchen, deren Eltern keinen Fernseher besaßen. Während
Diäten zuvor praktisch unbekannt waren, gaben nun 69 Prozent an, weniger zu essen, um
abzunehmen. 74 Prozent erklärten, sich schon einmal "zu
dick" gefunden zu haben.
Quelle :
www.3sat.de