EssProbleme | Meine Essstörung und ich...  
Zurück   EssProbleme | Meine Essstörung und ich... > Ess-Störungen (Allgemeine Foren) > Entstehung von Ess-Störungen / Familiäre Herkunft / Gesellschaft

Ankündigung
EssProbleme.com ist ab sofort in einer neuen, überarbeiteten Version (2.1) verfügbar und bringt viele praktische Features! Ab sofort haben alle Benutzerinnen die Möglichkeit eigene Fotoalben anzulegen. Zudem können Freundschaften zwischen Benutzern geschossen werden und vieles mehr. Weitere Infos zu den Neuerungen gibt es hier

Link-Anzeigen:

Unsere Sponsoren:
Augenlaserzentrum | Krankenversicherung

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #1 (Permalink)  
Alt 08.01.2007, 23:28
Benutzerbild von berater
Administrator
AdministratorIn
 
Registriert seit: 18.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 870
Standard "Alice im Hungerland - Leben mit Bulimie und Magersucht

Marya Hornbacher: "Alice im Hungerland - Leben mit Bulimie und Magersucht"

Ein erwachsener Mensch mit einem Gerade-Noch-Lebendgewicht von 25 Kilogramm. Unvorstellbar. Oder?


Als sie sich im Jahr 1993 endlich ins Krankenhaus einweisen lässt, ist Marya Hornbacher bereits seit etlichen Jahren essgestört, wobei sie zwischen Bulimie und Anorexie schwankt. Im Alter von fünf bis sechs Jahren beginnt sie, sich für zu dick zu halten, und mit neun Jahren bringt sie sich zum ersten Mal zum Erbrechen.

Dies ist eigentlich kein Sachbuch und auch keine Fallstudie. Irgendwie. Dies ist die Beschreibung einer - oder vielmehr mehrerer - psychischer Störungen von innen und dadurch auch überaus verstörend. Es ist die Autobiografie einer jungen Frau, die durch ihr Essverhalten zunächst versucht, die disfunktionale Ehe ihrer Eltern zu regulieren um dann später sich selbst und ihre Umwelt zu kontrollieren. Es ist auch die Geschichte einer Kindheit zwischen Erfolgsdruck und Selbsttäuschung, und es ist das Leben mit einer Krankheit, die mehr und mehr zu einem bestimmenden Teil der eigenen Identität wird. Die vielen verschiedenen äußeren Einflüsse, die Maryas Essstörungen begünstigt haben, wie die vorhergehenden zwei Generationen ihrer Familie auf der mütterlichen Seite und auch das Essverhalten ihres Vaters; die Idealvorstellung von der schönen, erfolgreichen Frau in einer reichen amerikanischen Umgebung; die Lebensmittelwerbung, die immer wieder - und oft unzutreffend - auf die Vorteile fehlenden Fetts in bestimmten Nahrungsmitteln hinweist und das Versprechen eines "Genusses ohne Reue" und Anderes sieht Marya nicht als ausschlaggebend an, obwohl man gerade beim Lesen der die Familie abbildenden Textpassagen wirklich erschrickt. Marya möchte keine Schuld zuweisen - oder vielleicht auch nicht die Kontrolle über ihre eigene Biografie abgeben.

Daneben zeigt sich, dass Essstörungen in der amerikanischen Mittelschicht wohl ein sehr verbreitetes Phänomen sind und dass sehr viele Leute auch der gehobeneren Gesellschaftsschichten die Augen vor den Ernährungsproblemen ihrer Kinder verschließen. Das Problem ist wesentlich verbreiteter als man wahrhaben will, und auch viele Ärzte scheinen dem ahnungslos gegenüber zu stehen. Das Gespräch über Figurprobleme unter Frauen ist allgegenwärtig. Wer nicht mit seinen Freundinnen über die eigene Figur meckert, quält sich im Fitness-Center an den Geräten, diskutiert die neuesten Diättrends oder bekommt von der Werbung und durch die überall herumliegenden Frauenzeitschriften - beim Friseur, beim Arzt, im Zeitschriftenladen, auf dem Fernsehtisch von Bekannten - die neueste, beste und erfolgreichste Diät vorgestellt. Dr. Strunz entwickelte eine Methode, und Joschka Fischer und Hera Lind schreiben uns von der Freude des Abnehmens und Laufens. Essstörungen - egal welcher Art - sind damit oft genug gesellschaftlich bedingt; eine Tatsache, die Marya erst im Nachwort dieses Buchs kurz unter die Lupe nimmt, was auch gerechtfertigt ist, denn schließlich geht es in diesem Buch in erster Linie um sie selbst.

Das Buch ist auch ein Sachbuch, insofern es den Leserinnen und Lesern die verschiedenen Erscheinungsformen der Bulimie und Anorexie - und damit auch die Selbsttäuschungen vieler anderer Suchtkranker - aufzeigt und die gravierenden körperlichen Veränderungen, die ein Mensch sich selber zufügen kann, einfach indem er nicht mehr oder kaum noch isst. Wie er sich selber systematisch demontieren kann und dieser Selbstdemontage von außen zusieht. Es wird auf viele Fachaufsätze und -bücher zum Thema verwiesen, die zum Teil aber nicht auf Deutsch erhältlich sind. Und es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Suchterkrankungen niemals ein Ende finden, dass man als Süchtiger niemals wirklich geheilt sein kann.

Es ist ein Buch, das mich sagen lässt: "Ich esse, also bin ich".

Quelle: http://www.sandammeer.at/
Mit Zitat antworten
  #2 (Permalink)  
Alt 09.01.2007, 20:32
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2006
Beiträge: 98
Standard

Das Buch habe ich an die sieben Mal gelesen. Es war vor einiger Zeit noch mein Lieblingsbuch, aber jetzt habe ich die schlimmste Zeit meiner Bulimie hinter mir, und "Alice im Hungerland" hat mein Interesse verloren.
Aber ich kann es jedem empfehlen, und auch, es nicht nur einmal zu lesen, weil man auf so viel noch kommen muss, sich erst nach dem zweiten Mal lesen ein genaueres Bild machen kann.
Zumindest war es bei mir so.
__________________
Was habe ich noch außer meinem Körper,
der den anderen wirklich zeigt,
was ich fühle.
Mit Zitat antworten
  #3 (Permalink)  
Alt 09.01.2007, 20:45
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 28.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 7
Standard

Hallo "Amapoola"!
Darf ich fragen wie es dir jetzt grad ergeht. Bei mir rengt sich grad seit einiger Zeit alles so halbwegs ein..
Zu dem Buch noch: ja werde ich auch noch lesen..
Alles gute du..
Monika
Mit Zitat antworten
  #4 (Permalink)  
Alt 10.01.2007, 10:13
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2006
Beiträge: 98
Standard

Danke, das ist lieb, dass du nachfragst! :-))
Mir gehts momentan nicht so gut. Ich bin ständig am Herumgehen, weil ich nervös bin, gestern musste ich mich leider schon wieder übergeben, es war ein schrecklicher Tag.
Heute sieht es ein bisschen anders aus, ich habe nämlich keinen Appetit, aber es ist ja noch nicht einmal zwölf Uhr. Ich sitze mit Magenknurren am Computer, komisch. Gestern noch hatte ich dauernd den Drang, zu fressen.
Ich möchte am liebsten irgendwo hin, wo es niemanden außer mich gibt. Einfach einmal weg, weg von allen Leuten, die ich kenne...

Wie gehts dir?
Liebe Grüße
__________________
Was habe ich noch außer meinem Körper,
der den anderen wirklich zeigt,
was ich fühle.
Mit Zitat antworten
  #5 (Permalink)  
Alt 10.01.2007, 11:09
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 28.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 7
Standard

Liebe Amapoola!

...will ja wissen wie es dir geht...wenn du hier schreibst das es dir nicht so gut geht...

Das tut mir übrigens sehr leid. -

Ich habe heute wieder volles Programm. Würde mich gern mal intensiver mit dir unterhalten - Gibt es hier eine Chat-Möglichkeit? Muss mal nachschauen. Sonst wäre es super wenn wir vielleicht mal gleichzeitig online sein könnten.

Nun, mir gehts so. Bin eigentlich recht gut zufrieden!

Habe ich das richtig verstanden: Du bist aufgeregt, nervös, unruhig? Erzähl mir mal was los ist. Was bedrückt dich genau oder was beunruhigt dich?

Glg! Monika

PS: Woher kommst du eigentlich?
Mit Zitat antworten
  #6 (Permalink)  
Alt 11.01.2007, 14:49
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2006
Beiträge: 98
Standard

Oh, da bin ich immer ganz glücklich, wenn sich jemand mit mir intensiver unterhalten will. Aber wieso willst du gerade mit mir?

Ich komme aus Salzburg. Warum bin ich denn so interessant?

Zur Nervosität: ich bin einfach ein Wrack, was meine Nerven betrifft. Ich rauche vielleicht zuviel, und wenn ich mich übergeben habe, bin ich sowieso zittrig bzw. fühle mich schwach (Unterzuckerung? nein, Unsinn.)
Und dazu kommt, dass ich mehr oder weniger Angst vor Menschen habe; deshalb geh ich lieber ins Forum, als mich von Angesicht zu Angesicht mit jemandem zu unterhalten. *nervös lach*
__________________
Was habe ich noch außer meinem Körper,
der den anderen wirklich zeigt,
was ich fühle.
Mit Zitat antworten
  #7 (Permalink)  
Alt 27.01.2007, 15:59
Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 27
Standard

warum habt ihr eigentlich kein icq`? wäre so schön da mal quastchen zu können... (meine alle damit)
__________________
freude spüren ohne leiden
lachen können ohne trauern
glücklich sein ohne hungern
all das ist unmöglich für mich
Mit Zitat antworten
  #8 (Permalink)  
Alt 27.01.2007, 19:10
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2006
Beiträge: 98
Standard

Äh, muss sagen, dass ich nicht mal weiß, was Icq eigentlich ist. *mich furchtbar schäm*
__________________
Was habe ich noch außer meinem Körper,
der den anderen wirklich zeigt,
was ich fühle.
Mit Zitat antworten
  #9 (Permalink)  
Alt 27.01.2007, 21:08
Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 27
Standard

hmm wie erkläre ich kurz icq? da kann man sich anmelden und leute zu einer kontaktliste zufügen und mit ihnen chatten ohne, dass das jemand anderes mitkrigt. quasi wie telefonieren, man sieht wer online oder offline ist und mit den leuten die online sind kann man nachrichten hin und her schreiben.... hmm nicht wie telefonieren, eher wie sms schreiben nur kostenlos....
__________________
freude spüren ohne leiden
lachen können ohne trauern
glücklich sein ohne hungern
all das ist unmöglich für mich
Mit Zitat antworten
  #10 (Permalink)  
Alt 27.01.2007, 21:08
Benutzer
 
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 27
Standard

geh mal auf die seite www.icq.de da kann man sich kostenlos anmelden und das downloaden
__________________
freude spüren ohne leiden
lachen können ohne trauern
glücklich sein ohne hungern
all das ist unmöglich für mich
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks sind an
PingBacks sind an
RefBacks sind an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
"Naddel" Farrag wegen Magersucht in Klinik berater Magersucht-Forum (allgemeiner Bereich) 1 01.11.2007 18:47
Was tun bei Magersucht oder Bulimie? berater Essstörung-Forum (allgemeiner Bereich) 0 17.05.2007 19:40
"Adoniskomplex" oft Ursache für Magersucht bei Män aida Männer-Forum (allgemeiner Bereich) 0 30.04.2007 22:00
Magersucht-Bewegung "Pro Ana" - Hunger als Lifesty berater Magersucht-Forum (allgemeiner Bereich) 11 03.02.2007 22:03



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:12 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.7.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2008, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.1.0
(c) essprobleme.com ist ein Service von MedUni

Textlinkwerbung: Arzneimittel | Hautausschlag | Augenlaser | Warzen

Powered by vBCMS® 1.2.4 ©2002 - 2008 vbdesigns.de