Essstörungen
Immer mehr Fälle von Essstörungen
Essstörungen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychosomatischen
Erkrankungen im Land. In Vorarlberg leiden nach offiziellen Angaben über fünf Prozent der Menschen an
Magersucht oder
Bulimie, Tendenz steigend.
Jede zwanzigste Frau betroffen
In der psychosomatischen Abteilung des LKH Rankweil sind in den letzten Monaten vier von zehn
Patienten wegen
Esstörungen aufgenommen worden. Etwa jede zwanzigste Frau leidet zumindest einmal im Leben an einer
Essstörung, sagt Georg Weinländer, Leiter des Department für
Psychosomatik im LKH Rankweil.
90 Prozent der Betroffenen sind Mädchen. Alarmierend ist vor allem: Die Betroffenen werden immer jünger. Ein Drittel der
Essgestörten sind zwischen 11 und 15 Jahren jung, fast die Hälfte der
Kranken trifft es zwischen 16 und 20. Deshalb ist es wichtig in den Schulen für Aufklärung zu sorgen, so Weinländer.
Stationäre Behandlung zu empfehlen
Studien belegen übrigens, dass bei einer
Esskrankheit die möglichst frühzeitige und vor allem stationäre
psychotherapeutische Behandlung für den größten Erfolg sorgt. Also nicht lange zuwarten und ambulant
behandeln, fordert Weinländer.
In Großbritannien ist die
stationäre Behandlung in solchen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Beratung bietet übrigens auch die Caritas. Letztes Jahr hat man 171 Mal, teilweise anonym, geholfen.
Quelle :
www.orf.at