Neue Studienserie am Psychologischen Institut der
Universität Freiburg Warum fühlen sich
Patientinnen mit
Essstörungen ständig zu dick, obwohl sie normal oder sogar
untergewichtig sind? Wie können
Patientinnen einen gesunden Umgang mit ihrem
Körper lernen? Das sind beispielhafte Fragen, wie sie unter anderem im Mittelpunkt der neuen Studienserie am
Psychologischen Institut der Universität Freiburg stehen. In der Arbeitsgruppe von Prof. Brunna Tuschen-Caffier untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer Studie die Unzufriedenheit - oder genauer - die
verzerrte Körperwahrnehmung von
Patientinnen mit
Essstörungen und bieten passende
Therapien an. Das Angebot richtet sich an Frauen mit
Essstörungen zwischen 18-45 Jahren (Anmeldung unter
www.uni-freiburg.de/go/essen).
Essstörungen sind vor allem unter Frauen weit verbreitet und die Unzufriedenheit mit
Körpergewicht und
Figur spielt bei der Entwicklung dieser Störungen eine große Rolle, wie aktuelle Zahlen aus den USA belegen.
In der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Studie "
Körperbildstörung" untersuchen die Psychologen, wie Unzufriedenheit mit
Figur und
Gewicht mit der Aufmerksamkeit zusammenhängen. Wie schauen
Patienten mit
Bulimie,
Anorexie und
Essanfallsstörung ihren eigenen
Körper an? Die Antworten auf diese Fragen sollen direkt in die Optimierung von
Therapien einfließen.
Die Studie "
Körperbildtraining" richtet sich zunächst an Frauen mit der
Essstörungsform der
Bulimia Nervosa. Das
Körperbildtarining beruht auf auf der so genannten
Körperbildexposition, einer der wirksamsten Komponenten der
Verhaltenstherapie bei
Essstörungen. Während des Trainings sollen durch die reale Konfrontation mit dem eigenen Spiegelbild negative Einstellungen und ungünstiges
körperbezogenes Verhalten aufgedeckt und mit
therapeutischer Hilfe überwunden werden. Typischerweise können auf diese Weise nach mehreren Sitzungen sowohl Selbstakzeptanz als auch
Körperzufriedenheit gesteigert und aufgebaut werden. Welche spezifischen Aspekte der
Körperbildexposition den
therapeutischen Prozess unterstützen, möchten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Rahmen ihrer Forschungsfragen klären. Die Ergebnisse sollen zukünftig den weiteren Ausbau und die Optimierung
körperbezogener Therapieelemente fördern. Eine weitere
Therapiestudie zur
Essanfallsstörung ist in Planung und wird im Laufe des nächsten Jahres starten.
Alle Informationen zu den Studien sowie zu den Teilnahmebedingungen unter:
www.uni-freiburg.de/go/essen
Studientelefon: 0761/203 3059
Ansprechpartner:
Prof. Tuschen-Caffier
Tel.: 0761/203 3013
E-Mail:
tuschen@psychologie.uni-freiburg.de
Dr. Jens Blechert
Tel.: 0761/203 3010,
E-Mail:
blechert@psychologie.uni-freiburg.de
Dipl. Psych. Monika Trentowska
Tel.: 0761/203 9446
E-Mail:
trentowska@psychologie.uni-freiburg.de
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de/go/essen
Quelle:
www.uni-protokolle.de