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Alt 30.03.2007, 18:47
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Standard Ministerin sagt Essstörungen den Kampf an

Ministerin sagt Essstörungen den Kampf an

Zunehmende Isolation von Jugendlichen und fragwürdige Schönheitsideale, Gesundheitsministerin Kdolsky kündigt mehr Aufklärung im Ernährungsbereich an.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) will vermehrt gegen Essstörungen bei Jugendlichen vorgehen. Bei einer Pressekonferenz am Montag machte sie darauf aufmerksam, dass fünf Prozent der Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren Probleme bei ihrem Essverhalten hätten. "Wir müssen uns damit beschäftigen: Warum kommt es zu solchen Situationen?", kündigte Kdolsky mehr Aufklärung im Ernährungsbereich an.

Zunehmende Isolation. Ein Grund für derartige "Zivilisationskrankheiten" ist für Kdolsky die zunehmende Isolation von jungen Menschen, die sich allein gelassen fühlten. Darunter würden neben Alkohol- und Drogenmissbrauch auch Essstörungen fallen. Weiters werde man in der Öffentlichkeit mit einem fragwürdigen "Schönheitsideal" überflutet.

Trend korrigieren. Für Kdolsky sind Wirtschaft wie Medien aufgerufen, diesen Trend zu korrigieren: "Wir sind sehr viel schneller geworden, aber auch ein bisschen oberflächlicher." "Letztendlich sind Essstörungen aber nicht nur falsch angelernte Verhaltensweisen" so Kdolsky weiter, sondern auf ein verändertes oder gestörtes Selbstbewusstsein zurückzuführen.

Übertrieben sportlich. Aber nicht nur bei Thema Ernährung kündigte Kdolsky verstärkte Aufklärung an: "Gerade junge Menschen mit Essstörungen tendieren dazu, sehr viel und übertrieben Sport zu betreiben." Was dann etwa in einem Dopingproblem münden könne. Auch hier gelte es, ebenso mit Maß und Ziel zu agieren, welche Maßnahmen in diesem Bereich zu setzen seien, werde man unter anderem mit Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka (V) besprechen. (Quelle: Kleinezeitung)
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Alt 04.04.2007, 13:30
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Die Gesundheitsministerin kündigt Kampf gegen Essstörungen an

"In Österreich können viele Kinder das Jugendalter völlig gesund erreichen", betonte Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky bei einer Pressekonferenz. Tatsache ist aber, dass zunehmend Zivilisationskrankheiten – falsche Ernährung, unzureichende Bewegung, Alkohol- und Nikotinkonsum etc. – zur Erhöhung des Krankheitsrisikos bei jungen Menschen beitragen.

Ausdruck gesundheitsgefährdender Verhaltensweisen sind vor allem auch Essstörungen. In Österreich erkranken über 200.000 Menschen einmal im Leben an einer Essstörung. Betroffen sind zu 95 Prozent Mädchen und Frauen. Die Zahl der an Essstörung erkrankter Männer ist im Steigen begriffen.

Derzeit leiden rund 2.500 Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren an ausgeprägter Anorexie (Magersucht). Bei 5.000 Mädchen beginnt sich eine Anorexie zu entwickeln.

Magersucht und Bulimie (Ess- und Brechsucht) sind die häufigsten Essstörungen. Anorexie hat im Langzeitverlauf einer der höchsten Sterblichkeitsraten aller psychiatrischen Störungen (ca. 15 bis 20 Prozent nach zwanzig Jahren).

Essstörungen sind meist in einem gestörten Selbstwertgefühl begründet. Geringes Selbstvertrauen, Probleme mit der eigenen Identität und nicht bewältigte persönliche Konflikte tragen zum Ausbruch von Essstörungen ebenso bei, wie soziale und gesellschaftliche Faktoren (aktuell vorherrschendes Schönheitsideal und materieller Überfluss).

"Ich will mit einer breit angelegten Kampagne die Öffentlichkeit für das Thema Essstörungen sensibilisieren und das große Leid der betroffenen Menschen bewusst machen", so die Gesundheitsministerin. Unterstützt wird die Kampagne vom Institut "SoWhat – Institut für Essstörungen".

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
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