Fachstelle für Essstörungen startet mit Selbsthilfegruppen
infes – die Fachstelle für
Ess-Störungen startet im Mai in Bozen und Sinich mit angeleiteten
Selbsthilfegruppen in deutscher und italienischer Sprache. Zu den Informations- und Gruppengründungstreffen sind sowohl interessierte Betroffene (
Magersucht,
Ess-Brech-Sucht, Essanfälle, Übergewicht) als auch
Angehörige eingeladen.
Eines der Ziele der Fachstelle für
Essstörungen infes ist es,
Betroffenen und
Angehörigen einen Weg zur
Selbsthilfe aufzuzeigen.
Essstörungen spielen sich anfangs meist im Verborgenen ab, unabhängig davon, ob es sich um
Magersucht, Ess-Brechsucht, Essanfälle oder Übergewicht handelt. Die Unterstützung und das Vertrauen einer
Selbsthilfegruppe nehmen dabei vielen die Angst, über ihre
Essstörung zu sprechen.
"Viele unserer Besucher gestehen sich und anderen zum ersten Mal ein, dass sie ein Problem haben", erklärt die Koordinatorin der Fachstelle Silvia Natzler. Für Personen, die unter einer
Essstörung leiden sei es auch aus diesem Grund sehr wichtig im Rahmen einer
Selbsthilfegruppe zu erkennen, dass man nicht alleine ist.
Im geschützten Austausch mit
Gleichbetroffenen werden innerhalb der Gruppe Lösungswege entwickelt und neue Erfahrungen gesammelt. Die Treffen sollen außerdem die eigenen Lebenskompetenzen fördern und auf dem Weg aus der
Ess-Störung heraus Unterstützung und Motivation anbieten.
Allerdings kann eine
Essstörung auch für
Angehörige und Freunde von
Betroffenen eine große Belastung sein. Aber meistens suchen die Angehörigen lange Zeit nach Hilfe für Tochter/Sohn/Parter – leider nicht für sich selbst. Doch auch Mütter und Väter, Lebenspartner und Freunde benötigen Hilfe, um die Zusammenhänge zu erkennen, um nicht unbewusst eine
Ess-Störung mitzutragen und daran zu zerbrechen.
Deshalb bietet die Fachstelle infes auch
Angehörigen die Möglichkeit an, im Rahmen von angeleiteten
Selbsthilfegruppen einen geschützten Raum zu finden. Die regelmäßigen Treffen ermöglichen den Teilnehmern auf Fragen, Ängste,
Ohnmachtsgefühle und Befürchtungen einzugehen und gute Lösungswege und Handlungsalternativen zu finden und umzusetzen. Die eigene ehrliche innere Bereitschaft zu guten Veränderungen wird von der Gruppe unterstützt.
Für weitere Informationen und Anfragen können sich Interessierte an die Fachstelle für Essstörungen INFES in der Sernesistraße 10 in Bozen wenden. Tel 0471 97 00 39, E-Mail:
info@infes-infda.it
Quelle :
www.dolomiten.it