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11.10.2008, 22:25
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 11.10.2008
Ort: Paderborn
Beiträge: 1
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Suche Rat und Kontakt zu anderen Betroffenen
Hallo,
ich habe starkes Übergewicht und möchte schon seit Jahren endlich abnehmen. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal 150kg, von denen ich zum Glück schon lange weg bin. Seit dem ich 15 bin, habe ich eine Eßstörung. Ich habe kein geregeltes Essverhalten, meistens esse ich nur 1-2x am Tag oder manchmal auch gar nicht- je nach Stimmung und was die Waage morgens angezeigt hat. Dazu kommt, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion und einen ziemlich lahmen Stoffwechsel habe. Im Januar habe ich eine Kur gemacht, bei der ich allerdings nur 3,5kg abgenommen habe und später wieder in alte Verhaltensweisen hineingefallen bin. Seitdem habe ich 8,5 kg abgenommen (plus minus). Ich treibe Sport, esse relativ wenig und versuche fettarm zu essen, aber es geht einfach nicht so, wie ich das möchte.
Vor ein paar Wochen habe ich einen Mann kennen gelernt in den ich mich verliebt habe, nachdem er angefangen hat, mit mir zu flirten. Allerdings besteht das Problem, dass er vergeben ist. Vor ca. 2 Wochen hat er mir gesagt, dass er mich attraktiv findet, allerdings glaube ich ihm das nicht, da ich mich weder hübsch geschweigedenn attraktiv finde. Aber bei ihm fühle ich mich zum 1.x verstanden, auch wenn das Ganze eine sehr verworrene Situation ist. Gestern habe ich ein Foto von seiner Partnerin gesehen, die nicht gerade hübsch ist, das habe ich einer Freundin erzählt und sie meinte "Also ich würde mich da bestätigt fühlen, dass er mich hübsch findet!" Aber ich kann einfach nicht damit umgehen und bin sehr verwirrt. Ich hasse meinen Körper und wenn ich malwieder eine Phase habe, in der ich aus unerfindlichen Gründen zugenommen habe, obwohl ich mich viel bewegt und Sport getrieben habe, wenig Nahrung zu mir genommen habe, hasse ich ihn noch mehr. Ich habe mich schon einmal in jemanden verliebt- das ist noch gar nicht so lange her, der mir erst Hoffnungen gemacht hat und dann meinte, dass er doch kein Interesse hat. Gründe dafür, hat er nicht genannt, aber er hat angedeutet, dass er sich vor mir ekelt, wenn ich ihn nur berühre. Die Zeit danach war die absolute Hölle für mich, da wir uns fast täglich gesehen haben!
Seit August mache ich eine schulische Ausbildung (ich bin 26 Jahre alt) und bin die Einzige in meiner Klasse, die richtig Übergewicht hat, die anderen sehen aus wie Models, wie Sportler oder haben nur ein paar Kilo zu viel. Dazu kommt, dass ich die Älteste bin und ich durfte mir schon mal Sprüche anhören, wie "Wie die schon aussieht, ich könnte mir vorstellen, dass ihr Vater sie nie kennen lernen wollte!" (meine Eltern sind geschieden und ich habe den Kontakt zu ihm vor einiger Zeit abgebrochen) Es ist für mich die abolute Hölle! Oft überlege ich, in die Apotheke zu gehen und mir irgendein Schlankheits- oder Abführmittel zu holen, lese viele Bücher über Eßstörungen und Magersucht.
Wer kann mir Tipps geben? Gibt es andere Betroffene?
Ich würde mich gerne mit anderen austauschen! Ich komme aus Paderborn. Schreibt mir - ich würde mich freuen!
Geändert von admin (12.10.2008 um 02:16 Uhr)
Grund: bitte keine Emailadresse posten, danke
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22.10.2008, 04:33
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 22.10.2008
Ort: Nürnberg
Beiträge: 3
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Hallo Karina,
ich habe auch schon seit meiner Kindheit (bin jetzt 50) mal mehr, mal weniger viel Übergewicht, seit 15 Jahren sogar immer wieder mit einem BMI von über 40, seit 5 Jahren, ist das alles noch schlimmer geworden.
Vielleicht ist es dir ein Trost + Aufmunterung, dass ich trotzdem nie mehr Probleme hatte, einen Partner zu finden, als schlanke Leute. Es gibt viele Männer, die auch füllige Frauen mögen + lieben können.
Ich weiß, es ist eine Floskel, aber wirklich wichtig, ist doch das Wesen, der Charakter eines Menschen.
Und wenn Freundinnen, Bekannte usw. lästern, ist das einfach geschmacklos und die Leute sind es nicht wert, weiter Zeit mit ihnen zu vergeuden.
Vielleicht wäre es auch für dich eine Möglichkeit, die Ernährung umzustellen und eine Therapie zu beginnen. Du bist jetzt noch so jung und es wäre schade, wenn du so lange warten würdest wie ich damit.
Wenn du magst, können wir uns gerne weiter austauschen, ich finde das sehr hilfreich.
Nun komme ich endlich zum Schluß, hoffentlich konnte ich dir ein klein wenig weiter helfen + Mut machen.
LG, Curry
Im Juni hatte ich mein bisheriges Höchstgewicht, mit einem BMI von 44 erreicht und das Gewicht hat mich echt körperlich eingeschränkt.
Aus lauter Angst, es könnte noch schlimmer werden, habe ich mit einer Ernährungsumstellung begonnen und seither, 14 kg abgenommen, tatsächlich ganz ohne dabei hungern zu müssen. Wenn du etwas mehr darüber erfahren möchtest, schreib mir einfach eine PN. Ich weiß nicht, ob es gern gesehen wird, hier im Forum darüber zu schreiben, obwohl, warum eigentlich nicht.
Da ich eine Eßsucht habe, konnte ich nachdem ich schon sooo oft erfolgreich abgenommen habe, mein Gewicht dann leider nie langfristig halten und hatte schnell, wieder sehr viel zugenommen.
Um hoffentlich in Zukunft erfolgreicher zu werden, habe ich mich endlich entschlossen, eine Therapie gegen die Eßsucht zu beginnen.
Bin gerade auf der Suche nach einem Therapieplatz, was leider gar nicht so einfach ist.
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11.11.2008, 22:56
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 11.11.2008
Ort: Darmstadt
Beiträge: 1
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Kontakt und Austausch erwünscht...
Hallo,
ich bin auch eine Betroffene, neu hier und habe gerade beide Einträge gelesen. Ich kann euch gut verstehen, obwohl meine, wie ja jede Gewichtsgeschichte etwas anders ist.
Bei mir war es so, ich wurde schon als Kind auf 'schlank' getrimmt, will sagen, dass meine Eltern mir oft das essen verboten haben, wenn ich mal mehr als gewünscht zugeschlagen hatte. Mit demütigungen und kritik bin ich dann also aufgewachsen, immer im Hinterkopf, dass ich nicht dick werden darf, also dicksein wurde sehr negativ bewertet, vor allem, als Frau kriegt man ja dann keinen Mann ab später und wie ich meinen Eltern später dankbar sein würde nicht dick zu sein,etc....also enormer Druck im Elternhaus was dazu führte dass ich mich nie wirklich wohl mit meinem Körper fühlte, obwohl ich nach heutiger Betrachtung nicht verstanden habe, wieso meine Eltern so eine Angst hatten, eine dicke Tochter zu haben... hatte meine erste Diät mit ca. 6Jahren und habe dann natürlich auch heimlich gegessen... so fing es dann wohl an, Essen als Kompensation für andere Dinge zu benutzen. Ich wurde älter und entsprechend größer und dicker aber nie fett wenn ich mir Bilder von damals betrachte.. hatte sogar mit 18 eine kleidergröße 38 mit 56 kilo bei einer Größe von 1,60. cm.
Mit den Jahren kam immer was dazu und wieder ab, habe sicherlch vieles an Diäten ausprobiert in den Jahren 20 - 30, mit einer gescheiterten Ehe, vielen Stress situationen und Gewichtsschwankungen bis max 80 Kilo.
In den 30igern starb dann meine Mutter und ich nahm ab, schon alleine wegen der Trauer, bei Kummer kann ich nichts essen. Aber diese Zeit ging auch vorbei und ich nahm wieder zu.... heute bin ich 43 und wiege gut 90 Kilo. Genau weiss ich es nicht, weil ich keine Waage besitze.
Mit Männern hatte ich auch Pech, seit meiner Scheidung vor 16 Jahren hatte ich keine feste Beziehung mehr und denke dass ich neben einer Ess störung auch eine Beziehungsstörung habe, wobei meine schlechte Vater-Tochter Beziehung sicherlich auch ihren Teil zu beiträgt.
Ich finde meinen Körper bis heute nicht wirklich attraktiv aber man arrangiert sich mit den Jahren. Was bleibt einem denn anderes Übrig. Gerne würde ich eine Therapie beginnen, aber es ist in der Tat schwer eine Geeignete zu finden, da ich der Meinung bin, eine Essstörung für Dicke wird weniger anerkannt als für Dünne, also Magersüchtige, z.b. weil man immer denkt es liegt nur am zuviel Essen.... dabei ist es eher wie eine Sucht, oder Zwang wie bei einem Raucher, alkoholiker oder Spielsüchtigen.... nur mit dem Unterschied, man kann nicht einfach aufhören zu essen, wie keinen alkohol trinken oder das Rauchen aufgeben.
Auch denke ich Diäten, wie Weight watchers oder Appetitzügler in form von Pulvern oder Tabletten kann nicht die Lösung sein. Es gibt doch immer eine seelische Ursache, und die muss man finden bzw, versuchen zu verbessern.
Oh mann, jetzt habe ich aber viel mehr geschrieben als ich wollte.... was denkt ihr denn wie man gesund gewicht verlieren kann und sich mit sich selber wohlfühlt?
liebe Grüße,
busybee
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14.11.2008, 16:05
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 22.10.2008
Ort: Nürnberg
Beiträge: 3
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Hallo busybee,
habe mich gefreut, deinen Beitrag zu lesen, leider ist ja hier nicht so viel los.
Ich denke auch, dass bei mir das Essen eine echte Sucht ist.
Habe nun ein Erstgespräch bei einem Therapeuten für Eßstörungen gehabt, muss nun noch 5-6 Monate warten, bis ein Therapieplatz frei wird, aber das ist wohl normal.
Du hast ja auch eine heftige Geschichte.
Ich wünsche Dir, dass du einen Ausweg aus der Misere findest und dann lernst, deinen Körper wieder zu mögen.
Seit Juni mache ich WeightWatchers + habe bis jetzt 16 kg abgenommen.
Das klappt ganz gut, aber dauerhaft werde ich wohl auch wenn ich noch mehr abnehme, mein Gewicht wohl nur langfristig halten können, wenn die Therapie mir helfen wird.
Melde dich wieder, bis bald,
LG, Curry
__________________
Man sollte dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen. (Sir Winston Churchhill)
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