Ex-Model Dillon hält nichts von "Fett-Quote"
Ex-Model Dillon hält nichts von "Fett-Quote"
Ehemals Magersüchtige spricht sich aber gegen "krankhafte Fixierung aufs Gewicht" aus
Hamburg - Kate Dillon (31), ehemaliges magersüchtiges Model, ist gegen die Pflicht zum Gesundheitszeugnis für Models bei der Mailänder Modemesse. "Von einer "Fett-Quote" für den Laufsteg halte ich wenig", sagte Dillon der Frauenzeitschrift "Brigitte".
"Ob Models nun dünner oder dicker werden müssen, immer "müssen" sie es. Das ist und bleibt eine krankhafte Fixierung aufs Gewicht." Die Kalifornierin wurde im Alter von zwölf Jahren magersüchtig, als Teenager begann sie in New York zu modeln. Nach erfolgreichen Engagements beendete sie wegen ihrer Krankheit die Modelkarriere. Heute setzt sie sich für die Vorbeugung von Magersucht ein.
"Du siehst sagenhaft aus"
"Wir bringen uns fast um, um ein Bild von uns zu kreieren, das wir selbst nicht erfüllen können", kritisierte Dillon. Zu Beginn ihrer Karriere habe sie zehn Tage vor den Modenschauen so gut wie nichts gegessen, sagte sie der Zeitschrift. "Einmal sprach mich eine Modeproduzentin an und sagte: Du siehst sagenhaft aus - da hatte ich fast zwei Wochen lang nichts zu mir genommen! Das musste man also tun, um sagenhaft auszusehen."
In der Nacht zum vergangenen Mittwoch war das international erfolgreiche brasilianische Fotomodel Ana Carolina Reston im Alter von 21 Jahren an den Folgen der Magersucht gestorben. Reston hatte zuletzt bei einer Körpergröße von 1,74 Metern nur noch 40 Kilogramm gewogen. Sie stand unter anderem bei Modelfirmen wie Ford, Elite und L'Equipe unter Vertrag. (APA/dpa)
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