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#1 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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Magersucht, mein Freund, mein Partner
Er kam zu mir, als ich mich alleine und wertlos fühlte. Stärke gab er mir und Schutz. Ich schloss ihn in mein Herz und begann ihn zu lieben. Nie mehr wollte ich ihn verlieren. Er baute mich auf, machte mich stark und selbstbewusst. Er sah aber nicht so toll aus. Deshalb sagte ich meinen Freunden und Verwandten nichts von ihm. Doch ich verliebte mich immer mehr in ihn und ich war immer mehr mit ihm zusammen. Ich tat einfach alles für ihn und er für mich. Er war jetzt mein Partner, er wurde das wichtigste in meinem Leben. Ich stellte ihn der Familie vor. Sie mochten ihn nicht. Die Freunde meinten, der mache mich kaputt, der meine es nicht ernst. Doch ich dachte, sie belügen mich, weil sie neidisch sind. Ich blieb bei ihm und mir war klar, dass ich ihn niemals loslassen würde. Wir isolierten uns vom Rest der Welt und waren nur noch für uns da. Freunde brauchten wir nicht mehr, denn wir waren ja zusammen. Alle meine Freunde meinten, ich habe mich total verändert. In meinem Kopf sei ja nur noch er, er mache mich kaputt. Doch ich hörte auf niemanden und wollte nur noch allein mit ihm zusammen sein. Mit der Zeit bemerkte ich aber, dass ich abhängig von ihm wurde und nur noch nach seiner Pfeife tanzte. Das wollte ich nicht, er begann mich zu quälen. Alle wollten, dass ich Schluss mache mit ihm und wieder glücklich werde. Ich verstand sie auf eine Art, aber ich liebte ihn zusehr. Ich konnte ihn nicht einfach so fallenlassen, auch wenn er mich oft quälte. Ich brauchte ihn doch. Da versuchte er, mich umzubringen. Das machte mir Angst. Sofort wollte ich ihn nicht mehr beachten, ihm nie mehr zuhören, ihn fallenlassen, ihn einsperren lassen. Das ist kein Freund. Er ist ein Teufel! Doch ohne ihn bin ich doch so alleine, so wertlos, so unerfüllt, so leer... Warum liebe ich ihn noch so sehr? |
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#2 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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Gib dich nie auf
Du lachst und Du weinst, manchmal weißt Du nicht einmal warum. Es gibt Momente im Leben, da haßt man sich, man möchte alles hinschmeißen. Aber Du darfst nicht aufgeben. Daran mußt Du immer denken. Das Leben kann hart und ungerecht sein, aber auch schön. Das ganze Leben ist nur ein Spiel. Verloren aber haben nur diejenigen, die aufgegeben haben. Gib Dich nie auf, denn DU WIRST GEWINNEN ! |
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#3 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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Wenn es zu spät ist....
Schwere Steine und Geschütze. Die ihr einst noch aufgefahren. Seht jetzt womit ich mich beschütze? nur davon seid ihr angetan! Doch entfernt ihr jetzt die Steine, bringt Licht in meine Dunkelheit – seht ihr noch lang nicht was ich meine, und fühlt nicht meine Traurigkeit. NEIN, Ihr verwirrt mich! Gebt mir Räume, die ich jetzt nicht mehr füllen kann. Schon lang verwesen meine Träume, auch ich vermiß sie dann und wann. Und wenn das Leben besser sei, und wenn mein Glück mich dann befreit. So sind die Zeiten doch vorbei, in denen ihr die Kräfte seid. Gestalten dunkelster Natur, die mich beschützen und zerstören. sind immun und bleiben stur und ich kann sie nicht mehr hören. Sie stärken meine Traurigkeit, und sie herrschen nun für sich. erkennt ihr nun die Einsamkeit? Denn auch sie verwirren mich. Ich schrieb, „die Zeit heilt keine Wunden, wenn sie zum heilen nicht bereit“. Ihr habt zwar Lösungen gefunden, doch sterben sie im Lauf der Zeit. Falls es zu spät ist, tut’s mir leid. Falls ihrs versteht, vergeßt es dann! Und lernt (vielleicht auch mit der Zeit), daß Euer Licht nicht leuchten kann. |
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#4 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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Und ich lebe trotzdem
Du hörtest mich schreien und doch sagtest du nichts. Du sahst mich fallen und doch tatest du nichts. Du hörtest mich fragen und doch antwortetest du nicht. Du sahst mich kriechen und doch halfest du mir nicht. Du hörtest mich klopfen und doch öffnetest du mir nicht. Du sahst mich fliehen und doch bemerktest du meinen Aufruf nicht. Du hörtest mich kreischen und doch beschütztest du mich nicht. Du sahst mich warten und doch kamest du nicht. Du hörtest mein Blut fließen und doch stopptest du es nicht. * Aber ich will, dass du weißt, dass ich geschrieen habe, dass ich gefallen bin, dass ich gefragt habe, dass ich gekrochen bin, dass ich geklopft habe, dass ich geflohen bin, dass ich gekreischt habe, dass mein Blut geflossen ist und dass ich gewartet habe. * Doch ich hörte auf zu schreien, begann nach Oben zu klettern, holte mir die Antwort auf meine Fragen, stand erneut auf, unterließ das Klopfen, stellte mich dem Leben, stoppte das Fließen und ging ohne dich. * Und weißt du was? Mir geht es gut! |
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#5 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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Sei wie der Himmel
Sei wie der Himmel so offen und weit Versuch nicht, die ziehenden Wolken zu halten Sei wie die Sonne, die Farben verleiht Wärme und lass dich stets neu gestalten Stemm dich nicht gegen die Flut, wenn sie kommt Keiner vermag sich ihr zu entziehen Schau auf die Blumen, sie kennen die Stunde Wo sie in voller Schönheit erblühen Lass los, lass los Es hat schon seinen Sinn Gib frei, gib frei Denn das ist der Gewinn Jedes Glück zerbricht, wenn man es zerteilt Was nicht wächst, vergeht. Was sehr wehtut, heilt Gib dich dem Fluss, lass dich ganz mit ihm ein Wer ihn bekämpft, wird versinken Mal schmeckt er bitter und manchmal wie Wein Lass uns vertrauensvoll trinken Verzweifle nicht, wenn etwas in dir zerbricht Tränen befreien die Seele Aus deinen Klagen entsteht ein Gedicht Finde die innere Quelle Jedes Glück zerbricht, wenn man es zerteilt Was nicht wächst, vergeht. Was sehr wehtut, heilt |
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#6 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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Manche Menschen - Paul Celan
-------------------------------------------------------------------------------- Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind. Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen. Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt. Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist. Manche Menschen wissen nicht, wieviel ärmer wir ohne sie wären. Manche Menschen wissen nicht, dass sie Geschenkt des Himmels sind. Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen. - Paul Celan |
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#7 (Permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.12.2006
Ort: Zofingen
Beiträge: 151
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wunderschön die gedichte. ein riesenkompliment an dich.
__________________
Karin | ModeratorIn _______________________ http://www.essprobleme.com Impressum / Pflichtangaben |
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#8 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: emmendingen
Beiträge: 21
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danke aida.... ferut mich!!
die letzten zwei sind aber von paul celan... aber ich fand sie so schön, dass ich die jetzt auch mal hier reingestellt hab... |
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#9 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 04.01.2007
Beiträge: 19
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Ich finde deine Gedichte auch sehr schön !!!
Aber ich finde , daß "Und ich lebe trotzdem" etwas traurig ist, denn es bringt deine ehemalige Einsamkeit zum Ausdruck und ich finde es schade, daß du damit wohl anscheindend ganz allein gewesen bist. Aber es strahlt auch eine Menge Optimismus aus, daß du es auch allein geschafft hast und es gut geht.. Darf ich fragen, ob das Gedicht an eine bestimmte Person gerichtet ist?? lg S.C |
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