Jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge leidet an Essstörungen
Frankfurt (dpa) In Hessen leidet etwa jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge zwischen 11 und 17 Jahren an einer
Essstörung. Diese Quote hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen aus der
Gesundheitsberichterstattung des Bundes und den Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurvey errechnet. 525 überwiegend junge Frauen und 70 junge Männer wurden in Hessen auf Grund dieser
Diagnose im Jahr 2005 in ein
Krankenhaus eingewiesen. Für drei Frauen und zwei Männer in Hessen endete die Krankheit
tödlich.
Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem sozialen Status sind fast doppelt so häufig von
Essstörungen betroffen wie Jugendliche aus Familien mit hohem sozialen Status. Jugendliche mit Migrationshintergrund zeigen zwei Mal so häufig
Symptome. Mädchen sind von
Essstörungen fast doppelt so häufig betroffen wie Jungen. «Es zeichnet sich jedoch ab, dass die früher typisch
weibliche Krankheit heute zunehmend auch Jungen betrifft», heißt es in einer Mitteilung der TK.
Essstörungen zählen zu den häufigsten
chronischen Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen. An keiner anderen
psychiatrischen Erkrankung sterben so viele junge Menschen. Die bekanntesten Formen sind die
Magersucht und die
Ess-Brech-Sucht. Einer der Auslöser ist das heutige
Schönheitsideal schlank zu sein. Aber auch ein unharmonisches Miteinander in der Familie, ein überfürsorglicher Erziehungsstil oder die beginnende
Pubertät können die
Krankheit verursachen.
Quelle:
www.rhein-main.net