Gesundheit & Service Einbeziehen der Eltern in Bulimie-Therapie verbessert Prognose
Chicago (AP) Die Einbeziehung der Eltern kann den
Therapieerfolg bei
bulimischen Jugendlichen deutlich verbessern. Dies zeigt eine US-Studie an 80 Patienten im Alter von 12 bis 19 Jahren. Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer einer von zwei Gruppen zugeteilt: Die Mitglieder der ersten Gruppe erhielten eine konventionelle
Psychotherapie, in der zweiten Gruppe dagegen wurden die Eltern miteinbezogen.
Bei der konventionellen Behandlung besserten sich die typischen
Essattacken nach sechs Monaten bei 18 Prozent der Teilnehmer. In der familienbasierten Gruppe lag dieser Anteil bei 39 Prozent, wie die Forscher in der Zeitschrift «Archives of General Psychiatry» schreiben. Ein halbes Jahr später hatten nur noch zehn Prozent der Personen aus der herkömmlichen Gruppe den
Essattacken nicht nachgegeben, im Vergleich zu 29 Prozent bei der familienbasierten
Therapie.
«
Eltern sind in der einzigartigen Position, den Jugendlichen zu helfen», sagt Studienleiter Daniel le Grange von der Universität Chicago, «und dennoch werden sie von der
Behandlung ausgeschlossen.» Bei der
Therapie begleiteten die
Eltern die Patienten bei den Besuchen in der
Klinik und ermutigten ihre Kinder auch zu Hause zu regelmäßigem
Essen. Allerdings wissen die Forscher selbst nicht genau, ob allein schon die Einbeziehung der Eltern in die
Therapie half oder auch deren Achten auf das
Essen zuhause. «Wir haben noch viel zu tun, um
Essstörungen zu verstehen und zu behandeln», betont le Grange.
Quelle:
www.live-pr.com