Regelmäßige Mahlzeiten im Kreis der Familie können nach Expertenansicht helfen, den Nachwuchs vor Übergewicht zu bewahren
n Familien mit übergewichtigen Kindern fehlten oft klare Regelungen für das Essen - und häufig griffen Kinder dann zwischendurch zu ungesunden Snacks und Dickmachern, sagt Christian Wagner von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft in München. «Dazu gehören etwa die Milchschnitte als Pausenbrot am Morgen und die Chips vor dem Fernseher am Abend.»
Kein Gefühl für den eigenen Appetit
Durch das Fehlen klarer Regelungen fehle übergewichtigen Kindern meist auch ein bewusster Umgang mit dem Essen. «Das wird dann oft so nebenbei reingeschaufelt - dabei bekommt man natürlich kein gesundes Gefühl für den eigenen Appetit», sagt Wagner. Wichtig sei daher, dass Eltern ihrem Nachwuchs von Kindesbeinen an bei gemeinsamen Mahlzeiten ein maßvolles Verhältnis zum Essen beibringen. Dabei ginge es nicht immer darum, Süßes oder Pommes zu verbieten - Kinder müssten aber den richtigen Umgang damit lernen.
Alle an einem Tisch: Oft die Ausnahme
Wie die Gesellschaft bei einer Tagung am 18. Oktober in München mitteilte, nimmt das krankhafte Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf alarmierende Weise zu. Von den 3- bis 17-Jährigen sind den Angaben zufolge rund 15 Prozent übergewichtig und etwa 6 Prozent fettsüchtig. Zwei Drittel der fettsüchtigen Kinder hätten dabei noch nie gemeinsam im Familienkreis am Tisch gegessen.
Quelle:
www.gesundheitpro.de