Jetzt machen sich auch die Männer dünn
Internet-Diskussion unter www.bkk24.de zu lebensbedrohlicher Mager- und Muskelsucht
(lifepr) Obernkirchen, 13.08.2007 - „Zu viele
Pfunde auf den
Rippen sind
ungesund und
unattraktiv.“ Diese Botschaft aus den
Modelshows im Fernsehen und von den Titeln der Hochglanzmagazine verführt inzwischen nicht nur viele junge Mädchen zu
gefährlicher Magersucht, sondern treibt Scharen junger Männer in die
Fitness-Tempel. Während sich ein Teil der Deutschen mit
Übergewicht durchs Leben schleppt,
hungert sich ein anderer buchstäblich zu
Tode. „Schön, doof!“ überschreibt die BKK24 deshalb eine
Infokampagne, mit der
falsche Ideale der Generation zwischen 15 und 35 durch ein Stückchen mehr
Selbstvertrauen ersetzt werden sollen.
Beispiele ihrer eigenen Versicherten haben der Krankenkasse gezeigt, wie extrem die Anzeige auf der
Waage inzwischen in die eine oder andere Richtung ausschlägt. Und dabei scheint es heute fast leichter, mit den kostenlos angebotenen Programmen für eine
gesunde Ernährung, Bewegung und Lebensführung das Übergewicht zu bekämpfen, als die zunehmende
Mager- und Muskelsucht der jungen Männer und Frauen zu stoppen. Woran liegt es, dass sich die inzwischen als „
Kranke“ eingestuften
Betroffenen gedanklich doppelt so viel
Körperfett zuordnen, wie sie tatsächlich auf die
Waage bringen? Was bringt Jugendliche dazu, exzessiv
Gewichte zu stemmen und sich mit teils verbotenen
Anabolika voll zu stopfen? Mehr Antworten auf diese Fragen erhofft sich die Kasse aus einer Diskussion im Internet, zu der am 20. August neben Jugendlichen und deren Eltern auch junge Erwachse in das Online-Forum unter
www.bkk24.de eingeladen sind.
Zur
Anorexie kommt bei weiteren mindestens 100.000 Deutschen die als „
Adonis-Komplex“ bezeichnete
Biggerexie, der die gleichen Ursachen unterstellt werden: Nicht allein der Druck der professionell gut aussehenden Vorbilder soll es sein. Vielmehr erkennen die
Ärzte und
Psychologen mangelndes
Selbstwertgefühl als wahren Kern der
Krankheit. Die Betroffenen schätzen sich als unansehnlich ein und verfallen dem zwanghaften Wunsch, ihren
Körper neu zu formen. Dabei verweigern sie das
Essen, stecken sich nach den
Mahlzeiten den Finger in den
Hals und pumpen nun auch ihre
Muskeln mit
lebensgefährlichen Substanzen vom Schwarzmarkt auf. Besonders unter jungen Männern dürfte die Dunkelziffer gigantisch sein. Sie schämen sich, mit Freunden oder Medizinern über ihre von der Gesellschaft noch als „
typische Frauenkrankheit“ bezeichneten
Essstörungen zu sprechen. Stattdessen trauen sie sich nicht mehr ins Schwimmbad und tragen gleich mehrere Schichten Kleidung übereinander, um für ihr Umfeld
muskulöser zu wirken. „Diese Schamgrenze gibt es bei einer Diskussion im Internet nicht“, erläutert BKK24-Vorstand Friedrich Schütte den Grund, warum das erste Treffen der „
Anonymem Schlanken“ ohne Blickkontakt stattfindet.
Als Gäste unter
www.bkk24.de sind natürlich nicht nur die willkommen, die aus eigener Erfahrung von der „
Sucht nach Schönheit“ sprechen und darüber berichten können, was sie ausgelöst hat. „Wir hoffen, damit auch Eltern und Angehörigen der
Betroffenen etwas mehr Einblick in die Gedanken und Gefühle ihrer Kinder oder Partner vermitteln zu können“, so Schütte weiter. Denn wer seinen
Körper erstmal bis zu einem
BMI unter 18 ausgemergelt oder seinen
Hormonhaushalt völlig durcheinander gebracht habe, sei nicht nur
krank, sondern unter Umständen sogar todkrank. Ohne professionelle Hilfe gebe es kaum eine Chance, dieser gefährlichen Form der „
Selbstverstümmelung“ zu entkommen. „Wir bieten neben der Diskussion auch Informationen zu diesen Themen auf unseren Internetseiten an.“
Der von einem Fachjournalisten moderierte Chat unter
www.bkk24.de startet am Montag, dem 20. August, um 19.30 Uhr. Die Teilnahme ist anonym und kostenlos.
Ansprechpartner:
Frau Sabine Schütte
E-Mail:
s.schuette@bkk24.de
Telefon: + 49 (5724) 971 223
Fax: + 49 (5724) 971 4223
Quelle:
www.lifepr.de