Viele halten Anorexia für eine Krankheit, die nur bei Frauen auftritt - doch dies ist ein Irrtum.
In unserer Kultur spielt der
Körper und Aussehen eine sehr bedeutende Rolle - einer der Gründe für viele sich mit Sport und Fitness sehr intensiv zu befassen. Dies gilt besonders für Männer, die für andere Männer und Frauen attraktiv sein wollen.
Doch das Verlangen "einfach geil" oder "scharf" auszusehen kann der Anfang der gefährlichen
Anorexia Nervosa Krankheit sein - für Männer und auch für Frauen.
Zehn bis fünfzehn Prozent der
Anorexia nervosa oder
Bulimie Fälle gehen auf das Konto von männlichen
Patienten, wie in einem Bericht des "American Journal of Psychiatry" 1997 zu lesen ist. Doch der Großteil dieser Männer sind Homosexuelle! 2002 berichtet das "Journal of Eating Disorders", dass 20% aller schwulen Männer eine
Anorexia Form entwickelt haben, darunter 14 Prozent die unter
Bulimie leiden. Die Gründe für diesen hohen Prozentsatz von
Anorexie Fällen bei Homosexuellen sind nicht eindeutig geklärt - sicher gilt, dass gerade in der schwulen sub-kultur die
Besessenheit von athletischem Aussehen,
Schönheit, Erfolg und
Perfektionis ein Faktor darstellt. Weniger offensichtlich, aber sicherlich auch Grund sind mangelndes
Selbstbewußtsein durch oft jahrelanges Verstecken,
Selbstzweifel und Diskriminierung. Carolyn Costin, Chefin des "Monte Nido Treatment Center for Eating Disorders" sagt, dass der Prozentsatz von ungeouteten Homosexuellen mit
Eßstörungen wesentlich höher ist, als der bei offen Homosexuell lebenden
Patienten. Sie spekuliert, dass die
Krankheit eine Entlastung darstellen kann: Je mehr Raum die
Krankheit im Leben eines ungeouteten Schwulen einnimmt, um so weniger muß er sich mit dem Gedanken befassen, dass er kein offen schwules und erfülltes Leben führt. Auf diese Weise kann
Anorexia helfen die emotionalen und sexuellen Bedürfnisse der ungeouteten zu unterdrücken. Geringes Selbstwertgefühl führt Costin als den Hauptgrund für
Anorexia Erkrankungen an - das Leben im Verborgenen führt unweigerlich zu
Minderwertigkeitsgefühlen und öffnet der
Anorexia Erkrankung damit Tür und Tor.
Schwule Athleten besonders gefährted
Besonders Schwule Athleten sind gefährdet eine Eßstörung zu entwickeln. Costin: "Anorexia Patienten reagieren sehr empfindlich auf Zurückweisung und interpretieren Zurückweisung, die in unserer Gesellschaft sehr oft vorkommt, als ursächlich durch ihre Homosexualität bedingt." Für einen Sportler ist es dann ebenso eine Zurückweisung, wenn eine Medaille nicht gewonnen wird, der Sportler nicht der erste im Ziel ist usw.. Bedingt durch Wettbewerb und den Umgang mit Spitzensportlern als "Ware" werden diese einer besonderen Gefahr an Anorexia zu
erkranken ausgesetzt. In Mannschaftssportarten wie Fußball kann ein Sportler das Gefühl für sich selber als Individuum verlieren und setzt die Mannschaftsziele über Werte wie die eigene
Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade beim Fußball ein stark Homophobes Klima herscht - schwule Fußballer gibt es offiziell nicht im Spitzensport.
Gesundheitsgefahr Eßstörung
Kurzfristig sieht es sicherlich besser aus, wenn ein Mensch
schlank und "sexy" ist. Doch der Grad ist dünn: Die Organe, der gesamte
Körper benötigt eine
Mindestmenge an
Fett, ohne die er
krank wird.
Herzschäden,
Leber,
Lunde und
Nieren werden durch
Eßstörungen und
Mangelernährung stark gefährdet.
Anorexia stoppen - vor der Erkrankung
Anorexie ist eine
psychologische Erkrankung, sie ist schwierig zu heilen und bringt großes
Leiden mit sich - ähnlich wie andere
Süchte auch. Wie kann man nun verhindern an
Anorexie zu erkranken? Costin empfiehlt: Menschen, die zu
Perfektionismus neigen sollten es vermeiden mit anderen aufgrund ihres Aussehens gemessen oder verglichen zu werden. Dafür kann es sinnvoll sein, Orte und Gelegenheiten zu meiden, bei der das Aussehen im Vordergrund steht. Das können Sportveranstaltungen sein, aber auch Internet-Chaträume oder Kontaktsysteme bei denen viel über Profilbilder und Fotogallerien bewertet wird.
Anorexie Warnzeichen
wie bei anderen
Suchterkrankungen wie
Alkohol oder
Drogensucht gilt auch bei
Anorexie: Je länger die
Krankheit nicht behandelt wird, desto schwieriger wird eine
Therapie. Warnzeichen für eine beginnende
Anorexie können sein:
*
Gewichtsverlust (10-20%)
* Freunde und Bekannte sagen, dass man zu
schlank ist - beim Blick in den Spiegel kann man das aber nicht glauben
* Trotz
Hunger wird
Essen vermieden und man freut sich darüber, fühlt sich wie ein Sieger
* Selbst kleine
Mahlzeiten verursachen ein Völlegefühl
* Auch bei an sich warmen Temperaturen ist einem kalt
Im Zweifelsfalle sollte - lieber zu früh als zu spät - der Rat eines professionellen
Psychotherapeuten oder
Psychologen eingeholt werden. Im Internet finden sich Informationen zu dem Thema, z.B. bei
Wikipedia: Anorexia bei Wikipedia
Quelle:
www.gflash.de