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Alt 16.10.2007, 17:27
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Standard Anorexia - ernstes Thema für Schwule und Homosexuelle

Viele halten Anorexia für eine Krankheit, die nur bei Frauen auftritt - doch dies ist ein Irrtum.

In unserer Kultur spielt der Körper und Aussehen eine sehr bedeutende Rolle - einer der Gründe für viele sich mit Sport und Fitness sehr intensiv zu befassen. Dies gilt besonders für Männer, die für andere Männer und Frauen attraktiv sein wollen.
Doch das Verlangen "einfach geil" oder "scharf" auszusehen kann der Anfang der gefährlichen Anorexia Nervosa Krankheit sein - für Männer und auch für Frauen.

Zehn bis fünfzehn Prozent der Anorexia nervosa oder Bulimie Fälle gehen auf das Konto von männlichen Patienten, wie in einem Bericht des "American Journal of Psychiatry" 1997 zu lesen ist. Doch der Großteil dieser Männer sind Homosexuelle! 2002 berichtet das "Journal of Eating Disorders", dass 20% aller schwulen Männer eine Anorexia Form entwickelt haben, darunter 14 Prozent die unter Bulimie leiden. Die Gründe für diesen hohen Prozentsatz von Anorexie Fällen bei Homosexuellen sind nicht eindeutig geklärt - sicher gilt, dass gerade in der schwulen sub-kultur die Besessenheit von athletischem Aussehen, Schönheit, Erfolg und Perfektionis ein Faktor darstellt. Weniger offensichtlich, aber sicherlich auch Grund sind mangelndes Selbstbewußtsein durch oft jahrelanges Verstecken, Selbstzweifel und Diskriminierung. Carolyn Costin, Chefin des "Monte Nido Treatment Center for Eating Disorders" sagt, dass der Prozentsatz von ungeouteten Homosexuellen mit Eßstörungen wesentlich höher ist, als der bei offen Homosexuell lebenden Patienten. Sie spekuliert, dass die Krankheit eine Entlastung darstellen kann: Je mehr Raum die Krankheit im Leben eines ungeouteten Schwulen einnimmt, um so weniger muß er sich mit dem Gedanken befassen, dass er kein offen schwules und erfülltes Leben führt. Auf diese Weise kann Anorexia helfen die emotionalen und sexuellen Bedürfnisse der ungeouteten zu unterdrücken. Geringes Selbstwertgefühl führt Costin als den Hauptgrund für Anorexia Erkrankungen an - das Leben im Verborgenen führt unweigerlich zu Minderwertigkeitsgefühlen und öffnet der Anorexia Erkrankung damit Tür und Tor.
Schwule Athleten besonders gefährted

Besonders Schwule Athleten sind gefährdet eine Eßstörung zu entwickeln. Costin: "Anorexia Patienten reagieren sehr empfindlich auf Zurückweisung und interpretieren Zurückweisung, die in unserer Gesellschaft sehr oft vorkommt, als ursächlich durch ihre Homosexualität bedingt." Für einen Sportler ist es dann ebenso eine Zurückweisung, wenn eine Medaille nicht gewonnen wird, der Sportler nicht der erste im Ziel ist usw.. Bedingt durch Wettbewerb und den Umgang mit Spitzensportlern als "Ware" werden diese einer besonderen Gefahr an Anorexia zu erkranken ausgesetzt. In Mannschaftssportarten wie Fußball kann ein Sportler das Gefühl für sich selber als Individuum verlieren und setzt die Mannschaftsziele über Werte wie die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade beim Fußball ein stark Homophobes Klima herscht - schwule Fußballer gibt es offiziell nicht im Spitzensport.
Gesundheitsgefahr Eßstörung

Kurzfristig sieht es sicherlich besser aus, wenn ein Mensch schlank und "sexy" ist. Doch der Grad ist dünn: Die Organe, der gesamte Körper benötigt eine Mindestmenge an Fett, ohne die er krank wird. Herzschäden, Leber, Lunde und Nieren werden durch Eßstörungen und Mangelernährung stark gefährdet.
Anorexia stoppen - vor der Erkrankung

Anorexie ist eine psychologische Erkrankung, sie ist schwierig zu heilen und bringt großes Leiden mit sich - ähnlich wie andere Süchte auch. Wie kann man nun verhindern an Anorexie zu erkranken? Costin empfiehlt: Menschen, die zu Perfektionismus neigen sollten es vermeiden mit anderen aufgrund ihres Aussehens gemessen oder verglichen zu werden. Dafür kann es sinnvoll sein, Orte und Gelegenheiten zu meiden, bei der das Aussehen im Vordergrund steht. Das können Sportveranstaltungen sein, aber auch Internet-Chaträume oder Kontaktsysteme bei denen viel über Profilbilder und Fotogallerien bewertet wird.
Anorexie Warnzeichen

wie bei anderen Suchterkrankungen wie Alkohol oder Drogensucht gilt auch bei Anorexie: Je länger die Krankheit nicht behandelt wird, desto schwieriger wird eine Therapie. Warnzeichen für eine beginnende Anorexie können sein:

* Gewichtsverlust (10-20%)
* Freunde und Bekannte sagen, dass man zu schlank ist - beim Blick in den Spiegel kann man das aber nicht glauben
* Trotz Hunger wird Essen vermieden und man freut sich darüber, fühlt sich wie ein Sieger
* Selbst kleine Mahlzeiten verursachen ein Völlegefühl
* Auch bei an sich warmen Temperaturen ist einem kalt

Im Zweifelsfalle sollte - lieber zu früh als zu spät - der Rat eines professionellen Psychotherapeuten oder Psychologen eingeholt werden. Im Internet finden sich Informationen zu dem Thema, z.B. bei Wikipedia: Anorexia bei Wikipedia

Quelle: www.gflash.de
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