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12.01.2007, 16:41
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Erfahrener Benutzer
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Wie lange bist du schon Magersüchtig?
Wie lange seit ihr schon Magersüchtig? Oder hattet ihr Magersucht und seit da rausgekommen?
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12.01.2007, 20:45
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Meine Erfahrung, meine persönliche, die wahrscheinlich von den Ärzten als der typischste Beginn einer Bulimie bezeichnet werden würde:
Vier Monate vor meinem ersten Erbrechen habe ich zu hungern begonnen. Wenn mich eine Freundin nicht darauf angesprochen hätte, hätte ich mit Sicherheit weitergemacht.
Ich betrachte dies im Nachhinein als leichte Magersucht, wobei ich aber dann viel zu hungrig wurde, mit dem Hungern aufhörte und stattdessen in die Bulimie wechselte.
Andere würden halt sagen, das ergeht allen Ess-Brechsüchtigen so, dass sie zuerst Diäten machen, aber das sind ja nur meine Gedanken. Wie es weitergegangen wäre, wenn mich niemand daraufhin angesprochen hätte, kann man natürlich nie ganz sagen.
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Was habe ich noch außer meinem Körper,
der den anderen wirklich zeigt,
was ich fühle.
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12.01.2007, 22:43
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Ort: Zofingen
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ich war von ca 15-17jährig magersüchtig. fing nach einem klinikaufenthalt dann wieder an zu essen und merkte wieviel freude meine verwandten und bekannten hatten. so ass ich einfach jeweils ganz normal und ging danach heimlich erbrechen. das war der anfang der bulimie. also auch ein ganz klassischer bulimie-start.
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12.01.2007, 23:57
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Inwiefern musstest du in eine Klinik? Bist du zusammengebrochen (um es hart zu sagen)?
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der den anderen wirklich zeigt,
was ich fühle.
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13.01.2007, 00:11
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ich hatte ganz aufgehört zu essen. trank lediglich noch wasser. ich wollte einfach fort von dieser welt. nach drei wochen nur mit wasser, habe ich dann auch noch aufgehört zu trinken. drei tage später landete ich natürlich im spital. dort wurde ich dann wieder aufgepäppelt.
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13.01.2007, 00:14
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Wie ist das, drei Tage ohne Wasser? Willst du davon erzählen?
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was ich fühle.
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13.01.2007, 00:28
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wenn ich ehrlich bin, kann ich mich gar nicht mehr richtig daran erinnern. ich hab da so in einem wahn gelebt, wollte einfach verschwinden, sterben. hab nur noch darauf gewartet, alles andere war mir egal.
ich weis nur noch, dass ich an dem tag, als ich ins spital kam nicht mehr aufstehen konnte.
hab gerade in meinem tagebuch nachgeschaut, ob ich in dieser zeit was reingeschrieben habe. hab was gefunden:
"scheisse, scheisse. ich bin schrecklich geworden. nein nicht ich, die sucht. doch gibt es mich überhaupt noch? manchmal muss ich mich stundenlang suchen. ich existiere viel gar nicht mehr. und wenn ich wieder ein wenig da bin, frage ich mich, wo ich war. da zu sein braucht meine ganze kraft und die reicht nicht. ich weis, ich muss hier bleiben. doch ich sinke, ich werde in ein schwarzes loch gezogen und niemand kann mich festhalten.
noch vor einem jahr waren die sucht und ich etwa 50% zu 50%. jetzt vielleicht 90% zu 10% für die sucht.
ich sollte in die klinik. aber ich will nicht gehen. solange es auch mich noch ein wenig gibt, gibt es für mich die hoffnung es auch sonst zu schaffen. doch wie lange gibt es mich noch. auch ich bin schon angefressen von der sucht. das heisst, ich will glücklich sein und das bin ich jetzt. nur noch ein paar tage will ich das leben geniessen können. ich will endlich sehen, was so toll daran ist."
wie du siehst, war ich anscheinend voller wiedersprüche. ich wollte leben und sterben gleichzeitig.
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13.01.2007, 13:48
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Die meisten stecken voller Widersprüche. Aber wenn du den letzten Satz nicht dazu geschrieben hättest, hätte ich gar nicht bemerkt, dass Widersprüche vorhanden sind.
Es hört sich sehr traurig an (wie vieles zurzeit), aber zum Teil kann ich das sogar nachvollziehen.
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Was habe ich noch außer meinem Körper,
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13.01.2007, 17:49
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ich lebe glaube ich schon mein ganzes leben in wiedersprüchen. aber in der magersucht-zeit war es am extremsten. ich wollte gleichzeitig leben und sterben, essen und verhungern,...
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15.01.2007, 20:52
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ich wurde mit 11 bulimikerin, mit 13 dann anorektisch...
das ging dann ungefähr 3 jagre lang so. hab mir in der zeit 25 kilo runtergehungert... war echt halb tot.
inzwischen will ich zwar nicht sagen, dass ich GANZ von allem weg bin, aber das schlimmste habe ich hintermir.
ich habe jetzt normlagewicht, und kotze auch nicht mehr...
-> nur meine gedanken sind leider meist noch ziemlich destruktiv!
lg, alessandra
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