Magersucht optimal behandeln
Dr. Annette Tuffs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg
Studie:
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg vergleicht ambulante
Therapieangebote für
untergewichtigen Frauen mit
Essstörung
Frauen, die an einer
Magersucht leiden, können sich im Rahmen einer Studie an der
Klinik für
Psychosomatische und
Allgemeine Klinische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg ambulant behandeln lassen. Ziel ist es, die Wirksamkeit zweier bestehender
Therapieverfahren zu vergleichen, um ambulante Angebote für die
Betroffenen zu optimieren.
Im Rahmen der Studie nehmen die
Patientinnen über einen Zeitraum von zehn Monaten an insgesamt 40
psychotherapeutischen Sitzungen teil. Die Therapie läuft in beiden Verfahren nach einem definierten Behandlungsprogramm ab und wird mit der bisher üblichen
Behandlung verglichen. Die Stabilität der
Therapieergebnisse wird durch eine Verlaufsuntersuchung vier und zwölf Monate nach Abschluss der Behandlung erhoben. Die
Therapievergleichsstudie wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert.
Die
Magersucht geht mit lang anhaltenden
körperlichen und
psychischen Beschwerden einher
Vor allem junge Frauen stehen unter einem wachsenden Druck, dem
Schlankheitsideal, welches in den Medien zelebriert wird, zu entsprechen. "Nicht selten kommt es zu einer krankhaften Ausprägung dieses
Schlankheitswahns und die
Betroffenen können nicht mehr aufhören, zu hungern", erklärt Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Abteilung für
Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin. Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine schwerwiegende
Essstörung. Die betroffenen Frauen leiden an massivem
Untergewicht und lang anhaltenden
körperlichen und
psychischen Beschwerden.
Die Heidelberger Experten behandeln circa 160 überwiegend junge Frauen pro Jahr, die an
Essstörungen leiden - etwa 60 davon an einer
Magersucht. "Ziel der Studie ist es, unser
Behandlungsangebot noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen einzustellen", sagt Professor Dr. Wolfgang Herzog.
Interessentinnen (Frauen ab 18 Jahren) wenden sich bitte an die Abteilung für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin, Tel.: 06221 / 56 8818 (zwischen 9.00 und 12.00 Uhr).
Ansprechpartner:
Dr. Hans-Christoph Friederich
E-Mail:
hans-christoph.friederich@med.uni-heidelberg.de
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail:
Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
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Medizin und Gesundheitswissenschaften, Psychologie
regional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
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