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Alt 07.06.2007, 12:08
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Standard Studie zu neuem Therapiekonzept bei Magersucht

Studie zu neuem Therapiekonzept bei Magersucht

Die Behandlung von Magersüchtigen soll verbessert werden. Das ist das Ziel einer bundesweiten Studie unter Federführung des Universitätsklinikums Tübingen. Die Untersuchung wird vom Bundesforschungsministerium mit mehr als einer Million Euro gefördert.


Am Beispiel von mehr als 220 Patienten will die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tübingen (UKT) nachweisen, dass ein spezielles ambulantes Therapie-Angebot für Magersüchtige die Chancen auf eine Heilung steigert. Bei der ambulanten Behandlung durch niedergelassene Therapeuten gebe es jedoch einige Probleme, sagte Stephan Zipfel, Ärztlicher Direktor der UKT-Abteilung, in Tübingen. So gebe es zum Teil lange Wartezeiten und fehlendes Fachwissen bei den Therapeuten.

Die Magersucht (Anorexia nervosa) sei wegen der vergleichsweise hohen Todesrate die gefährlichste psychische Erkrankung, so Zipfel weiter. Einige Studien hätten gezeigt, dass bis zu 20 Prozent der Magersüchtigen an den Folgen ihrer Erkrankung sterben. Die Krankheit, die vor allem bei Mädchen auftrete, sei aber relativ selten, so der Professor. Untersuchungen zufolge seien 0,7 Prozent der jugendlichen Mädchen betroffen. Jedes dritte Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren zeige aber Hinweise auf eine Essstörung.

"Wir möchten nachweisen, dass spezifische ambulante Angebote Erfolg versprechend sind", sagte die Tübinger Psychologin Gaby Groß. Bisher behandle das UKT nur Magersüchtige, die wegen ihres körperlichen Zustands stationär aufgenommen werden müssten.

An der Studie sind insgesamt neun Kliniken in Deutschland beteiligt, darunter die Universitätskliniken in Heidelberg, Freiburg und Ulm.

Quelle : www.swr.de
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