Ein Heer von Magersüchtigen
Magersucht ist einer finnischen Studie zufolge viel verbreiteter als bisher angenommen. Mehr als zwei Prozent aller jungen Frauen leiden unter der gefährlichen Essstörung.
Magersucht kann
lebensbedrohlich sein. Bis zu zehn Prozent der schwer
Betroffenen hungern sich buchstäblich zu
Tode. Umso alarmierender sind aktuelle Zahlen aus Finnland: Wissenschaftler der Universität Helsinki befragten rund 3000 weibliche Zwillinge, die zwischen 1975 und 1979 in Finnland geboren worden waren.
2,2 Prozent sind magersüchtig
Die Umfrage brachte ans Licht, dass nicht – wie bisher angenommen – weniger als ein Prozent der jungen Frauen
magersüchtig sind, sondern mehr als doppelt so viele – nämlich 2,2 Prozent. Weitere fünf Prozent leiden unter einer milderen
Essstörung, die meist unbehandelt bleibt und die ebenfalls mit
krankhafter Furcht vor
Gewichtszunahme und einer
Dauerdiät einhergeht.
Meist entwickelt sich die zwanghafte
Essstörung im Alter zwischen 15 und 19 Jahren, aber auch zehnjährige Kinder sind bereits betroffen.
Andere Ergebnisse der Studie stimmen jedoch hoffnungsvoller: So haben 70 Prozent der Betroffenen im Alter von 30 Jahren ihre
Essstörung überwunden. Im Durchschnitt dauerte die akute
Krankheitsphase drei Jahre. Allerdings brauchten sie deutlich länger, um ihre Vorstellungen von
Wunschfigur und -gewicht zu korrigieren.
Quelle:
www.focus.de