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Administrator
Registriert seit: 18.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 378
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Magersucht-Bewegung "Pro Ana"
Hungern als Lifestyle Sie tragen Anstecker mit der Aufschrift "Think thin", Victoria Beckham ist ihnen "Thinspiration" und ihre beste Freundin heißt Ana: Anorexia nervosa, Magersucht. Im Internet stilisieren Anhänger der "Pro Ana"-Bewegung die Krankheit zum Lifestyle. Herunterhungern bis auf Größe XXS: Für immer mehr Mädchen ist das nicht krank sondern Lifestyle. Sie fristen ihr Dasein mit zwei Nektarinen, 500 Gramm Broccoli und vielleicht noch einem Apfel pro Tag, um schöner, schlanker, perfekt zu sein. "Pro Anas" nennen sie sich dann, denn "Ana" ist ihre beste Freundin. Eine nette Abkürzung für eine hässliche Krankheit: Anorexia nervosa, Magersucht. Es ist bereits eine regelrechte Bewegung, die vor etwa fünf Jahren in den USA entstanden ist und nun auch in Deutschland Fuß fasst. "Ana" ist vor allem im Internet zu Hause. In Foren und Weblogs schwören sich die Mitglieder auf ihre zehn Gebote ein: "Du sollst nichts essen, ohne Dich schuldig zu fühlen!", heißt es da. Denn "Ana" kennt kein Pardon: "Du bist mir gegenüber eine Verpflichtung eingegangen. Ich bin Dein Leben und Deine Besessenheit." Eine Besessenheit, die in bis zu 15 Prozent aller Fälle zum Tod führt, wie die Geschäftsführerin des Frankfurter Zentrums für Essstörungen, Sigrid Borse, berichtet. Anorexia gilt damit als die psychische Erkrankung mit der höchsten Todesrate, noch vor Depressionen. Schätzungsweise 600.000 Mädchen und Frauen zwischen 14 und 35 Jahren leiden in Deutschland an "Ana" oder ihrer Schwester "Mia", der Bulimie oder Ess-Brech-Sucht. Die Anziehungskraft der "Pro Ana"-Seiten ist laut Borse nicht zu unterschätzen: "Damit hat sich eine Bewegung etabliert, die eine schlimme Krankheit völlig verharmlost." Rot steht für Magersucht, Lila für Bulimie Zu den Symbolen der Bewegung gehören Armbänder, die an Essregeln erinnern: Ein Armband in Rot steht für Magersucht, Lila für Bulimie, Weiß für Hungern. Ansteckknöpfe tragen Inschriften wie "Ana Queens" oder "Think thin". Kürzlich tauchte solcher Modeschmuck im Internet-Auktionshaus eBay auf. Erst durch Medienrecherchen wurden die Betreiber auf das problematische Angebot aufmerksam. "Das war ein komplett neues Thema für uns", sagt Sprecherin Maike Fuest. "Auf Anfrage riet uns die Bundesärztekammer, die Auktionen zu löschen." Magersüchtige treibt ein verqueres Schönheitsideal. "Hinzu kommen Wünsche nach Perfektion, Kontrolle, Selbstbestimmung, sich von der Masse abzuheben", berichtet der Herzogenauracher Kinder- und Jugendpsychiater Jan Nedoschill. Während herkömmliche Betroffene ihre Krankheit nicht anerkennen, gehen "Pro Ana"-Anhänger weiter: Sie idealisieren die Essstörung als Lebensstil und bestärken sich darin, etwas Besonderes zu sein. "Gerade in der Pubertät kann die Fixierung auf das Essverhalten der Strohhalm sein, an den man sich klammert", kommentiert der Psychiater, der 1999 die virtuelle Selbsthilfegruppe hungrig-online.de gründete. Zielgewicht: 45 Kilo bei knapp 1,70 Meter Nedoschill ist überzeugt davon, dass ohne das Internet die ganze Bewegung gar nicht existieren würde: "Es ist sogar wesentlich ein Internet-Phänomen." Denn im Worldwide Web ließen sich die eigene Identität und vor allem auch das wahre eigene Gewicht verschleiern. Hier verabreden sich 14-, 18- und 20-jährige "Pro Anas" virtuell zum Fastenwochenende, um Zielgewichte wie 45 Kilo bei knapp 1,70 Metern erreichen. Sie tauschen Tipps für Diäten, kalorienarmes "Safe Food" oder Abführ- und Entwässerungsmittel aus. Ihre Vorbilder sind Prominente wie Victoria Beckham, Keira Knightley oder Nicole Richie, die sich auf den roten Teppichen dieser Welt mit hervorstehenden Knochen und Beinen wie Mikado-Stäbchen ablichten lassen. Für die "Pro Anas" sind sie "Thinspiration", also ein Anreiz zum Weiterhungern. Zuhauf finden sich Fotos skelettartiger Models auf den "Pro Ana"-Seiten, begleitet von Ermutigungen, weiter an der Essstörung festzuhalten: "Bleib stark, höre nicht auf die anderen. Die sind doch nur neidisch auf Deine Stärke, Deinen Willen, Deine Schlankheit". Mehrere hunderttausend "Pro Ana"-Blogs im Netz Ihre Selbstbilder verbreiten Betroffene zum Beispiel in der nach Betreiberangaben größten deutschen Weblog-Gemeinschaft myblog.de mit mehreren hunderttausend Seiten. Ein Problem, wie auch myblog.de-Chef Stefan Glänzer weiß. Doch Zensur übe man nicht aus: "Nur wenn wir auf rechtswidrige Inhalte hingewiesen werden oder bei Verstoß gegen Community-Regeln, können wir die Seiten schließen." Die Betreuer des Portals versuchten auf, auf die Verfasser von "Pro Ana"-Seiten einzuwirken: "Wir mailen sie an und bitten zum Beispiel, ihr Blog mit einem Passwort zu schützen." Auch die Kleiderindustrie ist inzwischen auf den Trend angesprungen und hat für Jeans die Größe Null erfunden, die den Maßen einer Zwölfjährigen entspricht. Karsten Braks vom Fachzentrum für gestörtes Essverhalten in Bad Oeynhausen nennt diese kommerzielle Vermarktung "einfach widerlich". Hier werde mit der Krankheit anderer Leute Geld gemacht. Auch Nedoschill kann angesichts solcher Entwicklungen nur auf einen "Trend in die andere Richtung hoffen". Und vielleicht ist der gar nicht so weit entfernt: Veranstalter der Madrider Modewoche erteilten jüngst zu dünnen Models ein Laufstegverbot. "Das ist doch jedenfalls mal ein positives Signal", sagt der Experte. Hunger-Look - diese Promis machen's vor Quelle : www.stern.de |
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#2 (Permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 04.01.2007
Beiträge: 19
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Ich finde solche Pro-Ana Seiten echt erschreckend. Unser eins quält sich mit seiner Es und will sie endlich in den Griff bekommen und diese Leute verherrlichen das ganze noch. Das find ich echt sch..!! Die stellen da die 10 Ana-Gebote auf.. und ehrlich gesagt kann ich sagen, daß diese Menschen doch wirklich bekloppt sind. Wer so ein Schindluder "freiwillig" (also auch noch mit Motivation der anderen Bekloppten) mit seinem Körper betreibt erregt ganz schön meine Wut. Aber noch schlimmer als diese Seiten finde ich daß die Modeindustrie auch noch mitmacht und noch kleinere Hosen herstellt. Das bestärkt doch die Pro-Ana Anhänger auch noch in der Richtigkeit ihrer Ansichten und ihres Handelns.. EINFACH SCHRECKLICH!!!
lg |
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#3 (Permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 25
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auch wenn ich mir jetzt keine freunde mache, tendiere ich total zu den pro-ana anhängern... ich lebe seit einiger zeit diese gebote und habe mich seltned so gut gefühlt wie im moment...
__________________
freude spüren ohne leiden lachen können ohne trauern glücklich sein ohne hungern all das ist unmöglich für mich |
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#4 (Permalink) |
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Administrator
Registriert seit: 18.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 378
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Das finde ich schade Sunny85, denn dies ist ein weiterer Schritt in eine negative Spirale - ein Schritt zur Selbstzerstörung
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#5 (Permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 29.12.2006
Ort: ...
Beiträge: 86
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Ich denke, die Pro-Ana sind nicht immer verwerflich. Es gibt Seiten, die dienen bloß zum Austausch, man spricht miteinander, findet Freunde, und wenn es einem besser geht, man Erfolgserlebnisse hat und so, freuen sie sich mit einem. Es lässt sich etwas vereinen: man kann gesund werden wollen und gleichzeitig in diese Foren gehen.
Nur die Hardcore-Seiten finde ich gefährlich. |
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#6 (Permalink) |
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Administrator
Registriert seit: 18.11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 378
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Ich bleibe dabei Pro-Ana-Seiten sind äusserst gefährlich und reisst Betroffene, die von ihrer Krankheit weg wollen nur nach unten
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#7 (Permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 29.12.2006
Ort: ...
Beiträge: 86
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Ich kann dich verstehen.
Aber seitdem ich bei einem Pro-Ana/Mia- Forum bin, übergebe ich mich nur mehr zwei Mal pro Woche und habe mein Gewicht gehalten. Du weißt gar nicht, was das für mich bedeutet. :-) Seitdem denke ich auch nicht mehr so verrückt wie früher. Die Bulimie hat mich ein großes Stück losgelassen. Die Leute, die sich so von irgendwelchen Seiten beeinflussen lassen- ich weiß nicht, ob ich die für so klug halten soll. |
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#8 (Permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Hm.. ich WAR lange Zeit eine Pro Ana (zuerst noch Mia)...
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#9 (Permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 20.01.2007
Beiträge: 25
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lady sag mal kannst du mir nicht ein bisschen mehr erzählen darüber, interessiere mich so sehr dafür...
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#10 (Permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Naja, ich weiß nicht worüber ich erzählen soll?
![]() Es ist so ich war 1 Jahr lang essgestört. Dann habe ich von Pro Ana gehört, das war im Januar 2006, also vor einem Jahr. Wie soll ich sagen.. ich war... beeindruckt, das ist das richtige Wort. Von den Regeln und den Gesetzen hielt ich, wie die meisten anderen, absolut nichts, das wird ihnen auch immer wieder vorgeworfen, dabei stimmt das nicht! Dazu muss ich sagen, dass sie aber unsere Gedanken widerspiegelten. Ich dachte also genau das, was geschrieben war, aber ich schrieb es für mich nirgens auf... ich kann das nicht so gut erklären... es spielte sich einfach in meinem Kopf ab... Ich war in einem ziemlichen Hardcoreforum, mit Wettbewerben und all dem. Da machte ich auch mit... Die Menschen dort waren jedoch unheimlich lieb und trösteten mich, wenn etwas fehlgeschlagen ist, nicht nur in der Hinsicht Essen! Auch sonst konnte ich ihnen sehr viel anvertrauen, zum Beispiel wenn mein Umfeld Probleme machte. Sie standen mir mit Rat und Tat an der Seite und das vergesse ich ihnen nie! Es gab Hungerwettbewerbe die hießen "Wer ist die Dünnste im ganzen Forum?" und ich habe sogar mal einen Titel gewonnen. Zur Belohnung bekam man ein spezielles Avatar, auf meinem Stand "Skinny Princess" und klein "BMI 14,3 im Mai 06" dahinter war ein Bild eines Engels... Man wurde nicht gezwungen, an solchen Wettbewerben teilzunehmen, ganz und gar nicht! Nein, man musste sich dafür anmelden und es gab strenge Regeln, so zum Beispiel jeden 2. Tag eine Eintragung in den Thread mit dem Gewicht, usw. wenn man es einmal verpasste => Rauswurf. Die extremen Wettbewerbe waren mit Fotos von jeder Woche zum Vergleich. Wenn nicht => Rauswurf (aber natürlich nicht vom Forum, sondern nur der Raufwurf vom Contest) Meistens wurde einem ein Essprotokoll mit kcal-Anzahl vorgegeben... Es gab ein Thinspiration-Unterforum... da gab's tausende von Bildern. Viele von Stars wie MK Olsen, Ashley, Nicole, Keira, Caliste Flockhart, Twiggy aber auch häufig "Real-Thinspos"... also von "normalen" Menschen dieser Erde, meist USA, aufgenommen in vreschiedenen Anaforen um zu zeigen wie dünn sie sind. Die meisten waren noch okay (schon deutlich ug, aber okay) aber es waren auch extreme dabei, die wirklich nur noch Haut und Knochen waren - und wenn ich das sage, bedeutet das etwas! Nicht so wie Nicole oder MK... extremer! Irgendwie belastete mich das ganze immer mehr und ich wurde von meinen Eltern gezwungen zu essen (sie kannten sich nicht aus) und ich sehnte mich immer mehr danach, gesund zu werden... meine Tage hatte ich Ewigkeiten nicht mehr und ich hatte Angst, meinem Körper so zu schaden, dass ich früher sterbe oder unfruchtbar werde... Ich habe begonnen normaler zu essen... also mehr.. aber es war ziemlich schwierig! Von 200 kcal auf 1'000... und nicht mehr so viel Sport! Da habe ich auch gemerkt dass, obwohl ich nicht mehr an Wettbewerben usw teilnahm, es mich sehr runterzog... die Thinspos zu sehen und all das! Das setzte mir mehr zu als ich dachte... und immer zu lesen "Heute 45,6 juhuu" oder "48 meine güte, wie fett ich bin".. Dann habe ich mich abgemeldet und sie gebeten mich zu löschen! Sie reagierten super nett und haben mich unterstützt.. .das muss man ihnen auf jeden fall gutheißen! Sie fanden es toll, dass ich gesund werden wollte...haben mir alles Gute gewünscht, usw Tja, jetzt bin ich schon 4 Monate weg vom Forum und es geht mir sehr gut, bin auch ng ![]() that was my story
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| Startseite - EssProbleme | Meine Essstrung und ich... | dieses Thema | Refback | 07.05.2010 16:17 | |
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