![]() |
|
|||||||
![]() | Startseite | Registrieren | Hilfe | Donate | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren | ![]() |
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
|
#1 (Permalink) |
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 18.01.2007
Ort: Saarland
Beiträge: 6
|
Salut!
Zur Zeit habe ich echt eine Krise. Und vor allem kann ich mit niemandem darüber reden. Meine Partnerin "singt" den "Schwamm-drüber-Blue" bezüglich der ES. Kennt ihr das? Offiziell gibt es die ES in meinem Leben nicht. Offiziell stehe ich mitten im Leben und für jeden geht es mir so gut, dass kein Grund zur Klage besteht. Jedoch: Ich fühl mich schlecht, ich fühl mich fett und zu allem Überfluss bin ich das auch. Ich habe tatsächlich 20kg Übergewicht und...naja, ich schaue nur noch widerwillig in den Spiegel. Ja, ich bin verzweifelt, weil ich die ES einfach nicht in den Griff kriege und mir ist nach Essensbergen zu mute. Man, wie ich mich dafür verabscheue. Oft spiele ich die ES vor mir selbst runter; nach dem Motto: stell dich nicht so an, ist doch alles nicht so schlimm und dir geht es doch gut, ist doch egal wie du aussiehst und dann kannst du ja auch hemmungslos essen. Aber es ist mir nicht egal. Das Verlangen nach dem Essen zu erbrechen, ist selten, aber nicht minderschlimm. Oft tue ich es nicht, weil ich mir nicht weiter schaden möchte, aber die Essattacken an sich habe ich trotzdem nicht unter Kontrolle. Ich spiele oft mit dem Gedanken gar nichts mehr zu essen. Und: ich setze es in die Tat um. Es gibt dann Phasen, da verspür ich keinerlei Hunger und es gibt Phasen da könnte ich essen, essen, essen... dann folgen Essattacken und .... Ich bewundere die Anas, weil sie hungern können, ohne schwach zu werden. Gerne wäre ich auch so dünn wie sie. Warum? Na, dann könnte ich für eine Weile essen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Ob das dann wirklich so wäre, weiss ich nicht, aber...nun ja, ein Gedanken von mir von vielen. Und mann gehts mir heute besch.... Ich mag mich heute überhaupt nicht. Ich empfinde mich zu unförmig. Wenn ich Sport mache, dann habe ich das Gefühl nicht genug getan zu haben, dass ich diesem Körper einfach nicht gerecht werden kann, weil dieser nicht so ist, wie ich ihn gerne haben würde. Dann habe ich Phasen, in denen ich Angst habe vor Bewegung. Warum weiss ich nicht. Ich wollte einfach mal loswerden, wie es mir geht und ich hoffe hier mit jemandem darüber reden zu können. Madeleine |
|
|
|
|
|
#2 (Permalink) |
|
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.12.2006
Ort: Zofingen
Beiträge: 136
|
hallo madeleine
es tut mir sehr leid, dass du in einer solchen krise steckst. und noch mehr leid tut mir, dass dein partnerin anscheinend nicht richtig hinschaut um zu erkennen, dass du unter der es leidest. es ist immer einfacher wegzuschauen, aber es hilft nur ihr selbst, nicht dir. und eigentlich sollte es doch in einer partnerschaft darum gehen, einander zu helfen und zu unterstützen. hast du schon mal versucht, ganz klar mit ihr zu reden, ihr genau zu sagen was dich plagt und womit du zu kämpfen hast. ich empfehle dir ausserdem ganz dringend, dich nach einer selbsthilfegruppe umzusehen. dort könntest du unter gleichgesinnten ganz offen über deine probleme reden, niemand würde es unter den tisch kehren. ich glaube es wäre ganz wichtig, dass du jemanden zum reden hättest. ich kann dich verstehen, dass du "anas" bewunderst wegen ihrem hungern ohne schwach zu werden. nur verursacht es die sucht, nicht der mensch. und man kann damit nicht einfach aufhören wenn man möchte. ob nun abnehmen, essen-erbrechen oder zunehmen, es ist alles eine sucht über die man nur begrenzt bestimmen kann. ich wünsche dir ganz fest, dass du lernen wirst, dich und deinen körper so anzunehmen wie er ist.
__________________
Karin | ModeratorIn _______________________ http://www.essprobleme.com Impressum / Pflichtangaben |
|
|
|
|
|
#3 (Permalink) |
|
Neuer Benutzer
Registriert seit: 18.01.2007
Ort: Saarland
Beiträge: 6
|
Vielen Dank, aida, für deine Antwort. Es ist schon wieder fast einen Monat Her, seit dem ich hier war. Vieles ist seitdem passiert. Und: ich würde gerne öfter hier sein, nur geht das leider nicht immer so, wie ich das gerne möchte. Meine Beiträge schreibe ich in der Regel in einem Internetcafé, wo mir auch dann und wann über die Schulter geschaut wird, was mich zwar stört, aber nicht immer zu ändern ist...
Aida, ja, ich habe schon versucht, mit ihr darüber zu reden, aber davon will sie nichts wissen. Sie will Normalität und keine Endloskrisen. Oft geht es mir so, dass ich die ES beimir selbst nur in Phasen beachtung schenke. Sozusagen nach dem Motto: Mir gehts gut und es gibt keine ES, keine Unzufriedenheit, keine Gewichtsprobleme, keine...., aber das funktioniert nur bis zum nächsten Intervall. Ich weiss, dass das keine Lösung ist, aber ich finde einfach keinen, bei dem ich mich hier in meiner Umgebung aufgehoben fühle. Die Reaktionen, die ich bisher erlebt habe bzgl. meiner ES sind bzw. ein " erhobener Zeigefinger", der mir sagen will, dass die Mia überaus gefährlich ist, Mitleid, ein zuhörendes Ohr allerdings in Verbindung mit den tollen Songs "Schwamm drüber" und "Werd selbst damit fertig", Desinteresse, und vor allem hartnäckiges Ausschweigen ohne Hilfsangebote. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Angst vor dem Schritt habe, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Vielleicht deshalb, weil ich dann befürchte, nichts anderes mehr als die ES zu hören. Ich weiss nicht, ob mir das doch recht schnell zu viel werden würde... Andererseits wäre es schon gut, jemanden in einer Krisensituation zu haben... Ich weiss es nicht. Danke für deine Antort LG Madeleine |
|
|
|
|
|
#4 (Permalink) |
|
Benutzer
Registriert seit: 29.12.2006
Ort: ...
Beiträge: 86
|
Madeleine, ich hab gelesen, du hättest vielleicht vor, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen.
Weißt du, ich finde das klasse! Das wollte ich auch mal, aber da war kein Platz mehr frei, hihi, ehrlich. Aber was ich so gehört habe, redet man dort nicht nur über die Bulimie. Es wird viel mehr auch aus dem Alltag angesprochen, wie man sich dann und wann gefühlt hat, usw. So ähnlich irgendwie. Liebe Grüße! |
|
|
|
|
|
#5 (Permalink) |
|
Gast
Beiträge: n/a
|
Madeleine, du sprichst mir aus der Seele!
Kennst du auch das Gefühl, dass du mit jemandem reden möchtest, aber zuviel Angst vor der Ablehnung oder dem Missverständnis deiner Freunde/Bekannten hast? So geht es mir. In eine Beratung möchte ich mich deshalb nicht begeben, weil ich Angst habe, dass meine Familie dann von meiner ES erfährt und ich nicht damit leben könnte, wenn sie von meiner Unfähigkeit, mit meinem Leben klar zukommen, wüssten und ich Angst vor der Reaktion meiner Mutter und meines Bruders habe. Ich schäme mich so sehr.. |
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|