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  #1 (Permalink)  
Alt 12.01.2007, 15:48
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Standard Therapie?

Seit ihr in einer Therapie? Wart ihr schon mal in einer Klinik? Bringt es euch etwas?
Wenn nein, warum macht ihr keine, wovor habt ihr Angst?
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  #2 (Permalink)  
Alt 12.01.2007, 19:50
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Warum ich noch keine mache:
ja, ich habe ein bisschen Angst. Davor, dass ich in dem Augenblick, in welchem ich zur Tür hereinkomme und den Psychotherapeuten begrüße, keine Essstörung mehr habe. Denn dann wäre es umsonst, mich in Behandlung zu begeben.
Vielleicht habe ich auch Angst davor, meine Bulimie zu verlieren, dass ich im Grunde nie damit aufhören möchte, naja, das ist zurzeit bei mir sowieso etwas zwiespältig. Einmal möchte ich eine Therapie machen, dann wieder nicht, ein andern Mal denke ich mir, es wäre verlogen von mir, nur deshalb Hilfe zu suchen, damit ich mich nicht mehr übergeben muss und besser abnehmen kann. Das ist echt heuchlerisch, deshalb zögere ich, was eine Therapie betrifft.
lg
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  #3 (Permalink)  
Alt 13.01.2007, 16:30
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genau das was du hier beschreibst, gehört ja zur sucht. einerseits möchte man raus, andererseit eigentlich doch lieber beim alten bleiben. ich habe noch jetzt, nach 11jahren therapie noch dieses hin und her. das ist ganz normal.
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  #4 (Permalink)  
Alt 13.01.2007, 18:40
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Achso, ja. Aber ich weiß auch nicht, ich möchte ja schon weg vom Erbrechen, ich möchte nur ein bisschen weniger essen. Insofern wäre es ja wirklich nicht richtig, eine Therapie zu machen, wenn ich immer noch so Gedanken habe.
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  #5 (Permalink)  
Alt 14.01.2007, 18:58
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ich kann dir versichern, dass das ganz normal ist. genau wegen diesen gedanken wäre die therapie ja gedacht.
als ich die therapie anfing dachte ich, ich sei ja warscheinlich nicht wirklich krank, manchmal hatte ich das gefühl, ich würde nur so tun. andererseits litt ich extrem unter der sucht. ich dachte mir auch, es wäre nicht richtig, jemandem den therapieplatz wegzunehmen der wirklich hilfe braucht und krank ist und sah nicht wirklich ein, dass auch ich wirklich hilfe brauchte.
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  #6 (Permalink)  
Alt 19.01.2007, 00:03
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Wie hast du es geschafft, den Schritt in die Therapie zu machen? Ich schlage mich schon länger mit dem Gedanken herum, wieder eine Therapie zu beginnen, aber ich schaffe es weder zur Selbsthilfegruppe zu gehen, noch endlich bei der Therapiestelle anzurunfen.
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  #7 (Permalink)  
Alt 19.01.2007, 15:22
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ich hielt es mit mir selbst einfach nicht mehr aus. und ich merkte, dass mir reden gut tut. also ging ich all die jahre immer wieder in eine therapie.
es ist schwer, den ersten schritt zu machen. am besten ist es, ein telefonbuch in die hand nehmen, therapeuten suchen, anrufen termin abmachen und hingehen. und das alles, ohne lange zu überlegen. einfach machen. sobald man anfängt zu grübeln, soll ich, soll ich nicht, wird es von tag zu tag schwieriger werden. wenn es einem in der therapie nicht gefällt, dann hört man wieder auf und sucht den nächsten therapeuten. du kannst so viel gewinnen wenn du dich überwindest, und soviel verlieren, wenn du es nicht versuchst.
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  #8 (Permalink)  
Alt 23.01.2007, 09:40
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Ich hab mich für das Selbsthilfeprogramm vom AKH angemeldet... bin schon ziemlich nervös!

Ich weiß auch nicht, wie ich meinen Eltern davon erzählen soll... ich muss es ihnen sagen, weil wenn sie es anders herausfinden (und das werden sie sicher irgendwie) ist es noch schlimmer. Aber ich hab Angst, vor ihnen einzugestehen, dass es mir nicht so gut geht, wie sie glauben und ich daher was dagegen tun muss...
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  #9 (Permalink)  
Alt 23.01.2007, 16:28
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Du musst es ihnen nicht sagen, wenn du nicht willst, du bist doch volljährig.
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was ich fühle.
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  #10 (Permalink)  
Alt 23.01.2007, 21:22
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@petra
ich finde es mega toll, dass du dich beim selbsthilfeprogramm akh angemeldet hast. ich hoffe ganz fest, dass es dir helfen wird.
und ich möchte sagen, amapoola hat völlig recht. du bist volljährig, musst es also deinen eltern gar nicht sagen.
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